Münchehof verliert in Broistedt

Musste ab der 46. Minute für den an der Hand verletzten Kevin Lüs ins Tor und machte seine Sache sehr gut: Yannis Nortmann.

Bezirksliga 3 Braunschweig: Nach früher Führung heißt es am Ende 1:3 beim Mitaufsteiger

Das Ziel der Münchehöfer nach dem Bezirksliga-Aufstieg, nämlich Klassenerhalt, wird nicht ganz einfach.

Das ist die negative Erkennntis nach der 1:3-Niederlage beim Mitaufsteiger FC Pfeil Broistedt. Die positive Nachricht nach diesem Spiel ist, dass die TSVer gleichwertig waren und solche Spiele gewinnen können, ja vielleicht sogar gewinnen müssen. Allerdings gab es nach dem guten Start und dem frühen 1:0 durch Artur Renner (6.) in der Abwehr individuelle Fehler, die zur 2:1-Pausenführung für Broistedt führten. Die nächsten Aufgaben werden keineswegs einfacher. Am kommenden Sonntag stellt sich Fortuna Lebenstedt in Münchehof vor und dann geht es zu Union Salzgitter.
Münchehof wollte in Broistedt punkten und begann auch sehr gut. Konzentriert und mit frühem Pressing gab es die ersten Möglichkeiten für den TSV, von denen Artur Renner in der 6. Minute eine nach einem abgeblockten Schuss von Eric Pägert aus zwölf Metern zum 1:0 nutzte. Das 2:0 war möglich, als Mannschaftskapitän Philip „Flipper“ Bergmann dem Torwart der Gastgeber durch hartnäckiges Nachsetzen den Ball in Höhe der Torauslinie abluchste und sofort aufs Tor schoss, das Leder aber in letzter Sekunde von einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt wurde.
Danach wurde Broistedt stärker. Die TSVer hatten im Mittelfeld Mühe, die Direktkombinationen des Gastgebers zu unterbinden. Teilweise fehlte es an Zuordnung und die FC-Spieler hatten zu viel Platz, um ungehindert zu kombinieren. Tim Holzhausen im rechten Mittelfeld wirkte auf dieser Position „verschenkt“. Trotzdem hatte die Abwehr die Sache noch einigermaßen im Griff. In der 21. Minute rutschte das Leder Artur Renner dann allerdings über den Schlappen. Broistedts Tobi Fuhrmann legte quer und Alex Schmilewski musste das Leder freistehend nur noch zum 1:1 über die Linie bugsieren. Danach brannte es in der TSV-Abwehr lichterloh. Nur eine Minute später das 2:1. Nachdem mehrere Schüsse gerade noch abgeblockt wurden, führte ein „abgerutschter“ Heber des FC-Kapitäns Oliver Bruns über den etwas weit vor seinem Kasten stehenden und bereits angeschlagenen Kevin Lüs zum 2:1-Pausenstand. Flipper Bergmann scheiterte in der 28. Minute von rechts aus spitzem Winkel.
Nach dem Wechsel machten es die Gäste wieder besser und drängten auf den Ausgleich. Die Münchehöfer Aktionen waren nun aggressiver, obwohl in diesem Bereich noch Luft nach oben ist. Aber es gab Torchancen für die Ahfeldt-Schützlinge. Timm Holzhausens Schuss wurde zur Ecke abgeblockt (50.). Der zur zweiten Spielhälfte verletzungsbedingt eingewechselte Torwart Yannis Nortmann hielt das Leder bei der ersten Bewährungsprobe in der 57. Minute (18 Meter Flachschuss von Tobias Fuhrmann) sicher fest. Und danach gab es eigentlich nur noch TSV-Chancen. Philip Schittenhelm und Flipper Bergmann scheitern von halblinks (68.) ebenso wie Eric Pägert, dessen schöner Schrägschuss ganz knapp drüber ging (72.).
Die größte Chance zum Ausgleich dann in der 75. Minute. Zunächst traf Artur Renner aus 20 Meter nur die Latte, den von dort zurückspringenden Ball konnte von Philip Bergmann freistehend nicht im FC-Tor untergebracht werden. Ärgerlich, aber was der TSV-Kapitän derzeit auch versucht – und das ist sehr viel – er hat einfach kein Glück. Altes Sprichwort: vergebene Chancen rächen sich. Zehn Minuten vor Schluss wurde mit dem 3:1 die Partie entschieden. Philip Schittenhelm kam auf der linken Abwehrseite bei einem schnellen Konter nicht mehr mit, die Hereingabe verwertete Sven Bruns bedrängt im Fallen unhaltbar.
Eine wirklich ärgerliche Niederlage, bei der aber auch zu sehen war, dass die TSVer in der Zuordnung und im Zweikampfverhalten Probleme haben. Die Ahfeldt-Schützlinge spielen teilweise zu brav und laufen ihren Gegenspielern nur hinterher. Daran müssen sie arbeiten. Dann wird auch das Schuss-Glück wieder zurück kommen.

TSV Münchehof: Kevin Lüs (46./Yannis Nortmann) – Philip Carl, Rene Nolte, Artur Renner, Philip Schittenhelm, Alexander Krause, Jan Bergmann, Alexander Nickel (60./Tobias Gädicke), Philip Bergmann, Tim Holzhausen und Eric Pägert.