TSV Münchehof hadert mit Schiedsrichter-Leistung

Kreisliga Goslar: Nach dem unnötigen 1:2 in Liebenburg muss sich der TSVaber auch an die eigene Nase fassen

Münchehof (mö). Zum Abschluss der Hinrunde, musste die Kreisligist TSV Münchehof eine bittere 1:2 Niederlage gegen den VfL Liebenburg hinnehmen. Der TSV bleibt trotz der Niederlage zwar weiter auf dem fünften Tabellenplatz, aber die Konkurrenz konnte den Abstand verringern. Das Spiel in Liebenburg wurde das vom Coach erwartete hitzige, kampfbetonte Spiel. Eine nicht immer sichere Spielleitung des Schieris, heizte die Stimmung zusätzlich an. Am Ende muss der TSV aber die Schuld bei sich suchen, denn man verpennte die erste Halbzeit fast komplett und schaffte es nicht, im zweiten Durchgang den Bock noch umzustoßen. In der 16. Minute hatte der TSV-Anhang den Torschrei schon auf den Lippen. Nach einem Querschläger der Liebenburger Abwehr kam Jan Bergmann aus 11 Metern zum Schuss, doch er rutschte auf dem seifigen Geläuf aus und so verpuffte auch diese Chance. Danach verlor der TSV die Kontrolle über das Spiel. Mangelnde Laufbereitschaft und falsches Stellungsspiel brachten den Gastgeber in die Partie. In der 17. Minute hatte der TSV dann Glück. Nach einer Attacke von Andreas Geibel im Strafraum blieb die Pfeife des Schieris stumm, hier hätte sich der TSV nicht über einen Pfiff beschweren dürfen.
Die TSV-Abwehr geriet nun immer mehr unter Druck. In der Vorwärtsbewegung wurden zu viele Bälle verloren und der VfL schaltete blitzschnell um. Dies wurde in der 36. Minute dann auch belohnt, Hoppe verwertete eine scharfe Hereingabe am Fünfer und es hieß 1:0. Kurz vor der Pause musste TSV-Coach den verletzten Jannik Dicke aus dem Spiel nehmen, für ihn kam Alessandro Orto ins Spiel. Nach Wiederbeginn sah man eine andere TSV-Mannschaft. Man merkte jetzt den Siegeswillen, denn der Gastgeber wurde jetzt permanent unter Druck gesetzt und das Spiel verlagerte sich deutlich in die Liebenburger Hälfte. Als erstes versuchte es Eric Pägert, doch sein Schuss ging knapp über das Gebälk. Kurz danach dann Pech für Patrick Tantzen. Sein Kopfball wurde von einem Liebenburger Abwehrspieler noch von der Torlinie geschlagen. Aber nach einer Minute war es dann soweit. Eric Pägert drang in den 16er ein und wurde hier rüde von den Beinen geholt. Den fälligen „Elfer“ nutzte Andreas Geibel gewohnt sicher zum Ausgleich.
In der 60. Minute fand der Ball zwar den Weg ins TSV-Tor, doch Keeper Kevin Lüs wurde klar im Fünfer angesprungen und so fand das Tor natürlich keine Anerkennung. Der TSV war aber klar spielbestimmend in dieser Phase. Was fehlte, war einfach das Tor. Patrick Tantzen zögerte in der 62. Minute zu lange und so wurde der Winkel zu spitz und bei seinem scharf getretenen Freistoß, zeigte der Keeper der Gastgeber sein ganzes Können. So ab der 70. Minute geriet der Schieri immer mehr in den Fokus. Erst wurde Jan Bergmann knapp innerhalb des Strafraums gefoult, lies sich aber nicht fallen und darum hat er keinen „Elfer“ bekommen.
Noch deutlicher wurde sein Bruder Philipp, drei Minuten später angegangen. Spieler sprechen immer von „das hört man doch“, diese Szene hörte man noch im Nachbardorf, aber wieder kein Pfiff. Anscheinend war der Schieri doch etwas genervt von den Protesten des TSV, denn nach einem harmlosen Zweikampf im TSV-Strafraum ging Hoppe zu Boden und schon ertönte der Pfiff.
Barge ließ Kevin Lüs beim Elfer schließlich keine Chance. Damit war aber noch nicht Schluss mit der Aufregung. Nur zwei Minuten später bediente Philip Bergmann Paul Geibel am langen Pfosten und als dieser den Ball ins leere Tor schieben wollte, wurde er mit einer brutalen Grätsche von den Beinen geholt, so ging der Ball am Tor vorbei und es gab Abstoß.
Bis zum Schluss konnten sich die TSVer nicht beruhigen, fühlten sie sich doch um mindestens einen Punkt betrogen. Trotzdem sollte man die Schuld nicht nur beim Schieri suchen, denn hätte man die erste Hälfte nicht so her geschenkt, wäre vermutlich nie diese Hektik aufgekommen.

TSV Münchehof: Kevin Lüs, Christoph Mönnich (60. Mauricio König), Philipp Schittenhelm, Andreas Geibel, Patrick Tantzen, Philip Bergmann, Jannik Dicke (42. Alessandro Orto), Philip Carl, Paul Geibel, Eric Pägert und Jan Bergmann