TSV Münchehof ist schon für die Nordharzliga qualifiziert

Kreisliga Goslar: Rechnerisch kann der TSVnicht mehr eingeholt werden / Schwache Partie in Rammelsberg

Am Sonntag wurden die Anhänger des TSV Münchehof auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Im Auswärtsspiel beim SV Rammelsberg II sahen die Zuschauer lange ein pomadiges, langweiliges Spiel in dem es am Ende ein 1:1-Remis gab. Dabei hatte der TSV noch Glück, nicht mit ganz leeren Händen dazustehen, denn in der Nachspielzeit versiebten die Rammelsberger gleich drei hochkarätige Chancen.
Zum Spiel: Die Gastgeber hatten anscheinend gehörigen Respekt vor den Münchehöfern, denn anstatt von Anfang an Druck zu machen, wie es sonst üblich ist, ließen die „Gelben“ den Ball geduldig in den eigenen Reihen laufen. Der TSV hingegen ließ den Gegner gewähren und so kam es kaum zu Torraumszenen auf beiden Seiten. Erst in der 10. Minute kam so etwas wie Torgefahr auf. Nach Lupfer von Philip Bergmann verzog Jan Bergmann aber deutlich.
Etwas überraschend daher das 1:0 für die Gäste. Ein Rammelsberger stolperte auf dem Kunstrasenplatz über den Ball und so konnte Philip Bergmann blitzschnell auf Marius Carl weiterleiten. Carl war dadurch frei und schloss überlegt zur TSV-Führung ab.
Auch nach dem Rückstand änderte der Gastgeber sein Spiel in keiner Weise. Der TSV lauerte weiter auf Konter und hätte man nicht in zwei bis drei Situation zu ungenau agiert, hätte es zur Pause noch höher für den TSV stehen können. Allerdings hatte auch der SV noch vor dem Seitenwechsel eine gute Chance zum Ausgleich: nachdem sich Alessandro Orto und Christoph Mönnich nicht einig waren, kam ein SV-Angreifer plötzlich aus kurzer Distanz frei zum Schuss, doch zum Glück ging das Leder über das TSV-Gehäuse.
In der Halbzeitpause warnte TSV-Coach Kai Möhlenbrock noch seine Mannen sich nicht weiter einlullen zu lassen, doch es kam wie es kommen musste. Nach weiteren langweiligen 25 Minuten, schaltete der Gastgeber auf Angriff um und der TSV kam mit der neuen Situation nicht so gut zurecht. In der 70. Minute rettete Kevin Lüs mit einem tollen Reflex die TSV-Führung und drei Minuten später hatte er Glück als ein SVer am langen Pfosten freistehend vorbei köpfte. Doch die jetzt aufopferungsvoll kämpfenden Rammelsberger kamen noch zum Ausgleich. Wieder segelte eine weite Flanke in den TSV-Strafraum und am langen Pfos­ten stand Dübner frei und vollendete aus kurzer Distanz.
Jetzt wollte der SV mehr, sie merkten das die Münchehöfer angeknockt waren und es rollten nun wütende Angriffe auf das TSV-Tor. Zuerst sprangen allerdings keine hochkarätigen Chancen dabei raus und plötzlich hatte Philip Carl den Siegtreffer für den TSV auf dem Fuß.
Steil geschickt von Jan Bergmann lief er allein auf den SV-Keeper zu, doch dieser behielt im eins-gegen-eins die Oberhand (90.). Danach hatten die Gastgeber wie bereits erwähnt noch drei hochkarätige Chancen, die sie allerdings teils leichtfertig vergaben. Am Ende kann der TSV mit dem glücklichen Punkt gut leben, denn damit hat man das Saisonziel – die Qualifikation zur Nordharzliga – bereits vorzeitig in Sack und Tüten.
Der TSV kann nicht mehr von fünf Mannschaften überholt werden, da sie noch gegeneinander antreten müssen und sich so die nötigen Punkte selbst abnehmen.


TSV Münchehof: Kevin Lüs, Philipp Schittenhelm, Christoph Mönnich (78. Marcel Erbes), Daniel Steckert, Alessandro Orto, Philip Bergmann, Patrick Tantzen, Jan Bergmann, Marius Carl, Eric Pägert und Philip Carl.