TSV Münchehof blamiert sich gegen Fuhsetal

Völlig überraschend unterlag der TSV Münchehof, hier mit Andreas Geibel, dem Schlusslicht FSV Fuhsetal mit 2:3.

Nordharzliga: 2:3-Heimpleite gegen kampfstarke FSVer / Schittenhelm vergibt Ausgleichschance

Mit 2:3 unterlag der TSV Münchehof völlig überraschend gegen das ehemalige Schlusslicht FSV Fuhsetal. Nachdem die Gäste in den letzten Begegnungen regelrecht abgeschossen wurden, zeigten sie diesmal eine kämpferisch starke Leistung und entführten die Punkte aus Münchehof.
Dabei begann das Spiel sehr vielversprechend für den TSV. Philipp Schittenhelm nagelte eine Freistoßablage von Marius Carl aus 25 Meter in die Maschen. Das Tor wirkte aber nicht so wie gewünscht. Anstatt weiter nach vorn zu spielen und ein zweites Tor nachzulegen, verwaltete der TSV das Ergebnis und baute so den Gegner auf. Dieser verfügte zwar nur über rustikale und einfache Mittel, kämpfte aber leidenschaftlich um jeden Zentimeter und zog so dem Gastgeber allmählich den Zahn. Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichen ohne viele Höhepunkte. Der TSV rannte immer wieder an, ohne dabei gefährlich zu werden, und der FSV drosch das Leder immer wieder weit nach vorn. Erst in der 31. Minute gab es wieder eine torgefährliche Szene, allerdings vor dem Münchehofer Tor. Der Rechtsaußen der Gäste spurtete die Linie runter, passte nach innen und ein Fuhsetaler setzte den Ball an die Latte. Nur zwei Minuten später eine ähnliche Szene: Wieder ging der Rechtsaußen die Linie runter, passte flach nach innen und diesmal lag der Ball im Netz – 1:1.
Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ging es dann in den zweiten Durchgang. Es dauerte auch nicht lange bis zur nächsten Möglichkeit. Jan Bergmann legte überlegt für Kilian Nussbaum auf, doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei. In der 53. Minute schickte Jan Bergmann erneut Kilian Nussbaum in die Spitze, leider fehlten ihm ein paar Zentimeter, um vor dem Keeper an den Ball zu kommen, so kam es zum Zusammenprall mit dem Fuhsetaler Torwart. Anschließend musste Nussbaum ausgewechselt werden, für ihn kam Justin Rieseberg ins Spiel. Pech hatte dann Artur Renner in der 60. Minute. Nach seinem Kopfballaufsetzer war der Keeper schon geschlagen, doch ein Feldspieler konnte den Ball noch von der Linie köpfen. Nur zwei Minuten später hatte Justin Rieseberg die Führung auf dem Fuß, doch nach einem Einwurf von Marius Carl traf er den Ball nicht richtig.
Und wie so oft, bewahrheitete sich eine alte Fußball-Weisheit: „Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft“. Genau das trat in der 67. Minute ein. Wieder war der Fuhsetaler Rechtsaußen Vorbereiter mit einer scharfen Hereingabe, ein FSV-Stürmer hielt den Fuß rein und schon stand es 1:2. Der TSV wirkte nun geschockt. Die Linie war futsch und die Angst vor der Blamage lähmte die Spieler. Man versuchte zwar immer wieder vor das Tor des Gegners zu kommen, doch so richtig gelang das nicht mehr. Die ohnehin tief stehenden Gäste verteidigten mit Mann und Maus. Die Vorentscheidung fiel dann in der 85. Minute. Einen Befreiungsschlag erlief der Mittelstürmer der Gäste, drang in den Strafraum ein und schoss. „Dabei übersah das Schiedsrichtergespann eine glasklare Abseitsstellung, denn ein weiterer Fuhsetaler stand direkt neben dem Pfosten und drückte den Ball über die Linie“, gab Trainer Kai Möhlenbrock Auskunft. Doch trotz aller Proteste zählte das Tor.
Anschließend versuchte der TSV nochmal alles und kam fast noch zum Ausgleich. In der 89. Minute erzielte Eric Pägert das 2:3, nachdem ein Schittenhelm-Freistoß durch die Mauer ging und er aus kurzer Distanz abstauben konnte. Die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich bot sich dann Philipp Schittenhelm in der Nachspielzeit. Eine eigentlich harmlose Flanke rutschte dem Gäste-Keeper durch die Handschuhe und Schittenhelm brauchte nur noch einschieben, doch er vollbrachte das Kunststück, das Leder aus drei Meter über den Querbalken zu setzen.
Am Ende stand eine völlig unnötige Heimniederlage und der TSV muss zusehen nun schnell wieder in die Spur zu kommen, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren.

TSV Münchehof: Kevin Lüs, Philipp Schittenhelm, Artur Renner, Mauricio König (63. Alessandro Orto), Andreas Geibel, René Finster (70. Philip Carl), Kilian Nussbaum (53. Justin Rieseberg), Patrick Tantzen, Jan Bergmann, Marius Carl und Eric Pägert.