TSV Münchehof pirscht sich an die Spitze heran

Der TSV Münchehof siegte gegen die SG Steinlah/Haverlah und liegt nur noch einen Punkt hinter dem neuen Spitzenreiter, der SG Vienenburg/Wiedelah.

Nordharzliga: Drei Elfmeter sorgen für klaren 3:0-Erfolg gegen die SG Steinlah/Haverlah

„Drei Ecken – ein Elfer“ heißt es oft beim Straßenfußball. Beim TSV Münchehof hieß es nun „Drei Elfer – ein Sieg“. Jannik Dicke und zweimal Philip Bergmann sorgten mit ihren verwandelten Strafstößen für einen verdienten 3:0-Erfolg gegen die SG Steinlah/Haverlah. Damit bleibt der TSV dem neuen Tabellenführer SG Vienenburg/Wiedelah auf den Fersen.
Der Gast erwies sich als sehr unbequemer Gegner. Zwar war die TSV-Mannschaft gewarnt, doch mit der harten Gangart der SG hatte so mancher TSV-Akteur seine Mühe. In der siebten Minute übertrieb es allerdings ein SGer mit der Härte. Er holte Marius Carl klar von den Beinen und da der Tatort innerhalb des Strafraums war, entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Kapitän Philip Bergmann trat an und versenkte das Leder cool im linken Eck.
Danach spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Die SG beschränkte sich auf das Zerstören des TSV-Spiels und die Gastgeber agierten etwas einfallslos. Zudem wurden die sich bietenden Chancen zu leicht vergeben. Jan Bergmann lief in der 20. Minute allein auf den SG-Keeper zu, doch sein Lupfer war ein Stück zu hoch angesetzt. Kurz danach war Marius Carl zu überrascht, als eine Flanke durch die Abwehr ging und er am langen Pfosten zum Schuss kam. Auch der TSV-Kapitän „Flipper“ Bergmann konnte das Ergebnis nicht weiter hochschrauben. Aus kurzer Distanz schob er völlig freistehend das Leder an Keeper und Tor vorbei. Kurz vor der Pause wurde dann der leichtfertige Umgang mit diesen Chancen fast noch bestraft. Mit einem Pass über die TSV-Viererkette wurde der SG-Mittelstürmer auf die Reise geschickt und der hatte nur noch Keeper Kevin Lüs vor sich. Der Schuss war gar nicht schlecht, doch Lüs bekam die Fingerspitzen gerade noch an den Ball und lenkte ihn so an die Querlatte.
Nach der Pause verflachte das Spiel immer mehr. Jeglicher Spielaufbau wurde sofort vom Gegner unterbrochen. Ein Freistoß jagte den nächsten und das Spielgerät ruhte mehr, als das es sich bewegte. Der TSV hatte zwar optisch ein Übergewicht, doch die Durchschlagskraft nach vorne fehlte. Den Zuschauern wurde erst in der Schlussphase nochmal etwas geboten. Philip Bergmann spielte einen schönen Pass in den Lauf von Eric Pägert. Dieser wurde dann im Strafraum in die Zange genommen und unsanft zu Boden gerissen, folglich gab es erneut Strafstoß. Diesmal trat Jannik Dicke an und drosch das Leder halbhoch in die Mitte.
Die Gäste waren nun angesichts der drohenden Niederlage sehr frustriert. Dies äußerte sich in der Nachspielzeit. Marius Carl drang erneut gefährlich in den Strafraum ein und spielte einen Querpass. Nachdem der Ball schon einige Meter weit weg war, sprang ein Gast ihm noch in die Beine, ein absolutes Frustfoul. Es gab natürlich wieder „Elfer“ und der Täter hatte Glück nur „Gelb“ zu sehen, stattdessen mischte sich Jannik Dicke mit ein. Er wollte sich um den verletzten Carl kümmern und schubste dabei den SGer mit beiden Händen weg, dieser fiel theatralisch zu Boden und Dicke musste mit glatt „Rot“ vom Platz. Philip Bergmann lies sich indes von der Hektik nicht beeindrucken und verwandelte auch seinen zweiten „Elfer“ eiskalt. Damit war der Schlusspunkt gesetzt.

TSV Münchehof: Kevin Lüs, Philipp Schittenhelm, Timm Ahfeldt, Maurico König (74. Alessandro Orto), Artur Renner, Philip Bergmann, Patrick Tantzen, Jan Bergmann (62. Philip Carl), Marius Carl, Eric Pägert und Jannik Dicke.