Versöhnlicher Abschluss für den TSV

Der TSV Münchehof möchte nach einer durchwachsenen Spielzeit in der kommenden Saison eine Schippe drauflegen. (Foto: Wendt)

Nordharzliga: Münchehöfer Fußballe ziehen durchwachsenes Fazit der abgelaufenen Saison 2014/15

Nachdem Münchehof die vorherige Spielzeit auf dem 7. Tabellenplatz beendete, peilte das Team um Kapitän Philip Bergmann für die Saison 2014/15 eine bessere Platzierung an und wollte möglichst lange im oberen Tabellendrittel mitspielen – dieses hochgesteckte Ziel musste aber früh korrigiert werden.
Mit sieben Punkten aus zehn Spielen ernüchterte der Saisonbeginn den TSV. Schuld an der Misere war vordergründig nicht die kollektive Qualität, die sie in der zurückliegenden Spielzeit vor allem mit Siegen gegen Aufstiegskandidaten des Öfteren bewies. Immer wieder stellte sich die Mannschaft durch leicht vermeidbare Patzer selbst ein Bein und brachte sich so oft um ihren Ertrag. Diese Unkonzentriertheiten zogen sich wie ein roter Leitfaden durch die komplette Spielzeit. Allein in der Rückrunde verspielten die Ahfeldt-Schützlinge acht Punkte in der letzten Viertelstunde. Auch die kurzweilige Erfolgsserie am Ende der Hinrunde brachte nicht den erwünschten Umschwung. Schon in den ersten Rückrundenspielen waren die selben Fehlermuster des Saisonstarts wieder zu erkennen.
Zwar erzielten nur fünf der 14 Teams mehr Tore als die Pandelbacher, jedoch trieb das Schreckensgespenst hinten sein Unwesen. Die Tordifferenz lässt sich aber keineswegs mit der Devise „vorne top, hinten flop“ begründen. Oft wurde die Defensivreihe von ihren Vorderleuten alleine gelassen. Das kollektive ballorientierte Verteidigen gegen den Ball bereitete Trainer Timm Ahfeldt des Öfteren Kopfschmerzen. Daher befand sich das Team zeitweise in einer sehr abstiegsbedrohten Lage, aus der es sich aber willensstark heraus manövrierte.
Vor allem in den wichtigen Sechs-Punktespielen gegen direkte Abstiegskonkurrenten bewiesen die Kicker im Endspurt einen hervorragenden Charakter und konnten so fast jede dieser Partien gewinnen. Entscheidend war wohl, dass die Spieler eine Einheit bildeten und auch nicht während schlechter Phasen den Glauben in ihre eigenen Stärken verloren, woran auch der Coach einen großen Anteil hält.
Auch das bessere Abschneiden in der Fairnesstabelle bezeugt, dass sich die Mannschaft nicht allein durch kämpferische Attribute aus dem Tabellenkeller befreien konnte, sondern auch spielerisch überzeugte und sich disziplinär weiterentwickelte. Letztlich beendete die erste Garde des TSV eine durchwachsene Saison mit mehr Tiefen als Höhen auf einem versöhnlichen 10. Tabellenplatz.
In der neuen Spielzeit will das Team den Klassenerhalt zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt klar machen. Mit der Neuverpflichtung von Tim Holzhausen ist der erste Schritt in die richtige Richtung getan.