Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk

Rund anderthalb Jahre wurde saniert. Nun erstrahlt die Kapelle wird in frischem Glanz. Mit dabei auch der „Liederkranz“ Nauen (links und rechts).

Rund 100 Besucher feiern Ende der Sanierungsarbeiten in St. Johannes Kapelle mit einem Gottesdienst

Einen schöneren Rahmen als den gestrigen Gottesdienst hätten sich die Nauener Bürger nicht für die offiziellen Feierlichkeiten anlässlich des Endes der Renovierungsarbeiten in der St. Johannes Kapelle wünschen können. Nach rund anderthalbjähriger Bauzeit wurde gestern die erfolgreiche Sanierung mit einem festlichen Gottesdienst gebegangen. Für die Nauener ist es eine Art vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Unter Mitwirkung des Flötenkreises „La Luna“ und dem Gemischten Chor „Liederkranz“ Nauen führte Pfarrer Martin Stützer durch die hervorragend besuchte Feierstunde am dritten Adventssonntag.
Dabei betonte Stützer mehrfach wie glücklich er über die Sanierung des historischen Gotteshauses ist und dankte in diesem Kontext allen Beteiligten. Im Zuge des Gottesdienstes wurde auch das Friedenslicht aus Bethlehem ausgesendet.
Zu den Gästen gehörten neben den Nauener Gemeindemitgliedern auch Vertreter aus Verwaltung und Politik, der ausführende Architekt Helmut Urbisch, Landeskirchenbaurat Martin Schauseil und Vertreter der Propstei Seesen.
Die St. Johannes Kapelle wurde 1758 eingeweiht. Bauliche Mängel an dem historischen Gebäude erforderten es, dass umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden mussten. Diese begannen im Mai letzten Jahres. Der letzte Gottesdienst vor der Sanierung wurde im April gefeiert.
Für rund 250.000 Euro, die sich aus Fördermitteln des PROFIL-Programmes (Entwicklung im ländlichen Raum in Niedersachsen und Bremen), Geldern der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig und Spenden der Kirchengemeinde Nauen mit ihren rund 250 Mitgliedern zusammensetzen, wurde der umfangreiche Sanierungsbedarf umgesetzt.
Am auffälligsten sind dabei wohl die Arbeiten am äußeren Erscheinungsbild der Kapelle. Die Süd- und Westfassade wurde mit Schiefer verkleidet, an der Nord- und Ostfassade hat das Fachwerk einen grauen Grundton bekommen. Auch das Dach wurde komplett neu eingedeckt.
Als besonders aufwändig gestalteten sich die Arbeiten an der Fachwerkkonstruktion. Die Südseite wurde vollständig erneuert. An den anderen Seiten der St. Johannes Kapelle wurden schadhafte Balken ausgetauscht und auch Teile des Mauerwerks. Der Dachreiter der Kapelle ist zwar auch weiterhin schief, die Statik des Gebäudes ist durch die aufwändigen Renovierungsmaßnahmen aber so gesichert, dass davon keine Gefahren mehr ausgehen.
Im Inneren der Kapelle wurde Elektrik und Heizung erneuert, so dass niemand bei den Gottesdiensten frieren muss. Und auch die Orgel wurde noch gereinigt und ist wieder bestens bespielbar. Vor einigen Wochen sah es noch so aus, dass dieses Vorhaben auf das kommende hätte verschoben werden müssen.
Nun können sich die Nauener noch mehr auf Weihnachten freuen, denn den Gottesdienst am Heiligen Abend können sie jetzt in der frisch modernisierten wunderschönen Kapelle feiern.