Jahreshauptversammlung im Rekordtempo

Ortsbrandmeister Uwe Rump berichtete über das Jahr 2012.
 
Lutters stellvertretender Bürgermeister Jan Dürkopp.

Freiwillige Feuerwehr Nauen blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück / Lob von allen Seiten

Angenehm zügig verlief am Wochenende die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nauen im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus. Es standen weder Wahlen noch Beförderungen auf der Tagesordnung, so dass Ortsbrandmeister Uwe Rump die Versammlung bereits nach rund 40 kurzweiligen Minuten wieder schließen konnte.
In seinem Jahresbericht ging Rump auf die Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate ein. Zunächst rief er den Schornsteinbrand in Bodenstein im November in Erinnerung. Ferner sind die Brandschützer 2012 zu zwei Hilfeleistungen ausgerückt. Im Dezember lieferten sie zunächst Unterstützung bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 248 und führten verkehrsregelnde Maßnahmen bei der „Facebook-Party“ in Lutter zum Ende des Jahres durch.
Bei einem Strohballenbrand im Juni beteiligten sich die Nauener Brandschützer nicht, obwohl sich das Feuer in unmittelbarer Nähe ihres Zuständigkeitsbereiches befunden hat. Der Grund für das Fehlen lag an der Tatsache, dass die Nauener Feuerwehrmitglieder am Vortag das Dorffest organisiert und gestaltet hatten und sich deshalb beim Gemeindebrandmeister abmeldeten. Uwe Rump kommentierte dies mit dem Satz: „Wer vorher auf einem Fest Alkohol trinkt, der löscht auch keine Brände“, was ihm herzhafte Lacher bescherte.
Natürlich haben sich die Nauener Brandschützer im vergangenen Jahr auch an Übungen beteiligt. So nahmen sie an der Funk- und Fahrübung der Samtgemeinde in Alt Wallmoden, an einer Übung mit der Feuerwehr Bodenstein und einer Übung an der Biogas-Anlage in Hahausen teil.
Insgesamt haben sich die Mitglieder der Wehr im vergangenen Jahr zu 19 Dienstabenden getroffen. Zweimal wurde die Atemschutzstrecke in Goslar aufgesucht.
Ferner erinnerte Ortsbrandmeister Rump auch an den gesellschaftlich-kulturellen Einsatz der Feuerwehr. So hat die Nauener Wehr nicht nur das Dorffest und das Osterfeuer ausgerichtet, sondern auch einen Fahrdienst beim Waldgottesdienst im Mai angeboten. Auch beim Feuerwehrfest in Hahausen war eine Abordnung zugegen. Am Volkstrauertag beteiligten sich die Feuerwehrleute wie schon selbstverständlich. Alles in allem kamen die Mitglieder der Wehr so auf rund 1150 Stunden geleistete Arbeit.
Aktuell zählt die Freiwillige Feuerwehr Nauen 123 Mitglieder. 18 davon haben die Ehrenmitgliedschaft inne. 28 Mitglieder versehen den aktiven Dienst. Dazu gehören auch vier Frauen.
Zur Jugendwehr Bodenstein-Nauen zählen leider nur zwei Mitglieder aus der Gemeinde. Jugendfeuerwehrwart Markus Falkenberg erinnerte in seinem Bericht an die zahlreichen Aktivitäten der Abteilung im vergangenen Jahr. Insgesamt gehören der Jugendwehr Nauen-Bodenstein neun Jungen und vier Mädchen an, die sich 2012 zu erstaunlichen 53 Dienstabenden trafen.
Eine Zahl, die auch Gemeindebrandmeister Hans-Herrmann Beltau mit Respekt würdigte. In seinem Grußwort dankte Beltau zunächste Uwe Rump und seinen Leuten für die geleistete Arbeit. Zudem freute er sich, dass der Lutteraner Polizist Wilfreid Faber wieder im Einsatz ist. Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den Feuerwehren in der Samtgemeinde bezeichnete er als vorbildlich. Zum Ende seines Redebeitrages ging Beltau noch auf den Digitalfunk und die Umstellung der Funkrufnamen ein.
Lutters stellvertretender Bürgermeister Jan Dürkopp, der auch Mitglied der Nauener Wehr ist, dankte den Brandschützern im Namen des Rates der Samtgemeinde und des Rates des Fleckens Lutter. Vor allem dankte er aber auch Uwe Rump, ohne dessen unermüdliches Engagement die Feuerwehr nicht so hervorragend funktionieren würde.
Auch Polizist Wilfried Färber meldete sich zu Wort und sprach der Feuerwehr Lob aus.
Uwe Rump machte kurz vor Ende der Versammlung noch deutlich, dass sich die Feuerwehr künftig nicht mehr beim Sarg-Tragen bei Beerdingungen beteiligen kann. Dafür fehlen einfach die notwendigen Kräfte.
Mit dem Hinweis auf den nächsten Dienstabend am Dienstag, 19. Februar, schloss er die Sitzung.