Sanierung des DGH wird richtig teuer

72.000 Euro hat der Rat für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses bereitgestellt.

Rat Wallmoden stellt weitere 42.000 Euro für Sanierung in den Haushalt ein

72.000 Euro, das sind die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Neuwallmoden. Damit ist der Finanzbedarf für das Renovierungsvorhaben um mehr als das Doppelte gestiegen. Ursprünglich gingen die Verantwortlichen von etwa 30.000 Euro aus, die auch bereits im Doppelhaushalt für die Jahre 2012/2013 vorgesehen waren. Nun mussten die Mitglieder des Rates Wallmoden in ihrer Sitzung am Montag entscheiden, ob weitere 42.000 Euro für die Sanierung des Dorftreffpunkts in einem ersten Nachtrag zum Haushaltsplan 2013 zur Verfügung gestellt werden.

Natursteinsockel ist das größte Problem

Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt erklärte, dass es sich bei den 30.000 Euro um eine erste vorläufige Schätzung des Finanzbedarfs handelte. Vor der Erstellung des Förderantrages beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) wurde das Gebäude zusammen mit einem Ingenieur genauer in Augenschein genommen. Dabei stellte sich heraus, dass die notwendigen Arbeiten wesentlich umfangreicher sind, als zunächst angenommen.
Das größte Problem stellt der Natursteinsockel dar. Dieser weist zum Teil größere Fehlstellen und Auswaschungen auf. Die Sanierung des Sockels ist Grundlage für die weiteren Arbeiten zum Erhalt der Gebäudesubstanz und der Standsicherheit. Auch die Fachwerkfassade weist erhebliche Mängel auf. Zahlreiche Steine müssen ausgetauscht werden. Allein der Aufbau eines erforderlichen Baugerüstes verursacht Kosten in Höhe von 9.000 Euro.

LGLN fördert
die Maßnahme

Das LGLN hat dem Antrag auf Förderung zugestimmt und wird die Maßnahme mit 30.200 Euro unterstützen. Die Kirchengemeinde hat sich aufgrund vertraglicher Verpflichtungen mit 10.500 Euro zu beteiligen. Der Anteil der Gemeinde Wallmoden beläuft sich demnach auf rund 31.300 Euro.

Rat stimmt Nachtrag zum Haushalt zu

Wie schon erwähnt wurden im Haushaltsplan für das Jahr 2012 bereits Mittel in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Auch eine Zuwendung von 16.900 Euro (12.600 Euro Fördermittel und 4.300 Euro Kirchengemeinde) wurde eingeplant. Für den von der Gemeinde Wallmoden zu leistenden Eigenanteil wurde die Aufnahme eines Investitionskredits mit einer Summe von 13.100 Euro genehmigt. Nun kommt noch ein weiterer Kredit in Höhe von 18.200 Euro hinzu, damit die Gemeinde ihren Anteil an der Sanierung finanzieren kann.
Ob die nun zur Verfügung gestellten Mittel für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses ausreichen, ist ungewiss. „Bei einem Altbau ist das nicht genau vorauszusehen. Es kann sein, dass noch weitere Kosten entstehen“, so Kühlewindt. Der nun gefasste Ratsbeschluss deckt aber nur 72.000 Euro. Jede weitere Kostenerhöhung müsste vom Rat genehmigt werden. Kühlewindt machte in diesem Zusammenhang aber auch deutlich, dass auch separate Bauabschnitte ausgeschrieben werden können, um die Kosten im Griff zu behalten.
Auf die Frage, ob das Dorfgemeinschaftshaus nicht verkauft werden könnte, antwortete Kühlewindt, dass „dies grundsätzlich möglich ist“. Dann stellt sich aber die Frage, wo die Feuerwehr untergebracht werden soll, die gegenwärtig einen Raum in dem Haus nutzt.
Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Peter Kühlewindt die Ratsmitglieder darüber, dass heute die Auftaktveranstaltung „Kleine Städte und Gemeinden“ zum integrierten Entwicklungskonzept in Oelber über die Bühne geht. Wie der „Beobachter“ bereits berichtete möchte die SG Lutter zusammen mit der SG Baddeckenstedt Konzepte erarbeiten, die dem demografischen Wandel Rechnung tragen können.
Mit Hilfe des Städtebauförderungsprogrammes könnten Maßnahmen ausgearbeitet werden, die dann bezuschusst werden. Ab Mitte März soll die Zusammenarbeit im DGH Alt Wallmoden fortgesetzt und vertieft werden.
Auf Anregung von Wall­modens Bürgermeister Bodo Mahns wird Peter Kühlewindt beim Breitbandkompetenzzentrum Niedersachsen einen nicht förmlichen Antrag auf ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren stellen.

Internetverbindung
in Neuwallmoden


So soll geklärt werden, ob die Internetverbindungen in der Samtgemeinde Lutter noch verbessert werden können. Die schlechteste Verbindung haben die Bewohner in Neuwallmoden. Dort sehen Mahns und Kühlewindt den größten Handlungsbedarf.