„Bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft!“

Nur noch einen einzigen Punkt benötigt der SV Neuwallmoden für den Aufstieg in die Bezirksliga. Dieser sollte nach der Pfingstpause am 3. Juni gegen die TSGJerstedt in jedem Fall zu holen sein. (Foto: Strache)
 
Rund 200 Zuschauer verfolgten das Kreisliga-Spitzenspiel. (Foto: Strache)

Kreisliga Goslar:Nach dem 5:1 gegen Rhüden ist der Titel für den SV Neuwallmoden zum Greifen nahe

Neuwallmoden (SN). Mit einer taktischen Meisterleistung konnte der SV Neuwallmoden vor prächtiger Zuschauerkulisse das Spitzenspiel der Kreisliga Goslar für sich entscheiden und ist somit dem großen Ziel des Titelgewinns einen entscheidenen Schritt näher gekommen. Den etlichen „Englischen Wochen“, den zahlreichen verletzten Spielern und dadurch notwendigen Umstellungen zum Trotz bot der SVN eine hervorragende Mannschaftsleistung und lieferte wahrscheinlich ihr bestes Saisonspiel ab. Ferner zeigte sich den Zuschauern schon frühzeitig, dass jeder Neuwallmodener einen unbedingten Siegeswillen an den Tag legte. Abwehrchef Casey, der nach einem unglücklichen Zusammenprall in der 8. Minute unter starken Schmerzen weiterspielte, war bezeichnend dafür.
Zudem hatte Trainer Ludwig seine Jungs bestens auf die wichtige Partie eingestellt. Insbesondere in der Defensive spielte der SVN während der gesamten Dauer hochkonzentriert und ließ keine nennenswerte Rhüdener Torchance zu. Ohnehin konnte der FC sein gefürchtetes Offensivspiel zu keiner Zeit richtig aufziehen. Die Neuwallmodener standen unheimlich kompakt und suchten immer wieder durch gefährlich nach vorne getragene Angriffe ihr Glück. Das Mittelfeld der Heimmannschaft arbeitete viel mit nach hinten, und vorne rackerte Torjäger Kelpe unermüdlich.
Auf Seiten der Gäste vermochte weder Spielmacher Daniel Bothe noch sonst ein Akteur, die nötigen spielerischen Akzente zu setzen. Viele Bälle wurden lang nach vorne gespielt, doch an diesem Tag bedeutete keiner davon für die SVN-Abwehr Gefahr.
Bereits in der 10. Minute hatte der SVN den Torschrei auf den Lippen, als Timo Rewitz im Strafraum an den Ball kam, doch diesen über die Latte drosch. Wiederum Rewitz war es, der in der 27. Minute in typischer Manier die FC- Abwehr umkurvte und in Keeper Plobst jedoch seinen Meister fand. Dieser konnte seinen Schuss allerdings nur abklatschen und Meiko Coym staubte zum 1:0 ab. Diesen Vorsprung hielt der SVN bis zur Pause.
Dort schwor sich der Spitzenreiter weiter auf die zweiten 45 Minuten ein und wurde kurz nach dem Anpfiff kalt erwischt. Der pfeilschnelle Grubner konnte sich in der 47. Minute auf der rechten Seite durchsetzen und kam nach einem „Trikotzupfer“ im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und seine Entscheidung nutzte Marc Grönke zum schmeichelhaften Ausgleich.
Doch davon zeigte sich die Heimelf bei sommerlichen Temperaturen völlig unbeeindruckt, spielte weiterhin ihr Spiel und nutze offenbar die konditionellen Vorteile. Nun kam der große Auftritt von Stürmer Kelpe, der in der 50., 65. und 74. Minute einen Hattrick und Saisontreffer 29 bis 32 folgen ließ.
In der Zeit spielte der SVN seine drückende Überlegenheit aus und bot beste Werbung in eigener Sache. Vor einer überragenden Viererabwehrkette war das Dreieck Haas, Rewitz und Kleinwechter nicht mehr auszuschalten und setzte immer wieder auf stark ausgespielte Konter, die Martin Kelpe dankend annahm. Auch Sean Casey hatte anscheinend von der Defensive genug und schaltete sich immer öfter in das Angriffspiel ein. Dieses krönte er in der 84. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze und erzielte das völlig verdiente 5:1.
Etliche gute Möglichkeiten wurden zwar noch liegen gelassen, doch das sollte nun wahrlich kein Makel auf das Neuwallmodener Spiel darstellen. Zu überlegen und dominant zeigte sich der Spitzenreiter und alle elf Spieler verdienten sich an diesem Sonntag Bestnoten.
Entsprechend erfreulich zeigte sich Trainer Ludwig: „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, die die Angelegenheit unter den unglücklichen Voraussetzungen perfekt gemeistert hat. Mir fehlen gerade ein wenig die Worte.“ Jetzt benötigen seine Mannen aus dem letzten Spiel gegen die bereits abgestiegenen Jerstedter noch einen Punkt, um die Schale sicher nach Hause zu holen.