Im Elfmeterschießen die besseren Nerven gezeigt

SV Neuwallmoden wirft TSKVGoslar im Pokal raus / Tscherner avanciert zum Elfmeterkiller / Riesenjubel

Neuwallmoden (SN). Am Sonntag traf der SV Neuwallmoden im Kreispokal auf den ambitionierten TSKV Goslar, welcher in der Offensive über etliche Hochkaräter verfügt. Nach den ersten Pflichtaufgaben des SVN also ein Härtetest und eine klare Standortbestimmung. Wer hier eine echte Spitzenbegegnung erwartet hatte, wurde enttäuscht, denn die ersten 45 Minuten glichen vielmehr einem Freundschaftsspiel.
Die Ludwig-Schützlinge spielten ohne Leidenschaft, Aggressivität und Siegeswillen. Es war keine Bereitschaft zu erkennen, diese Partie erfolgreich zu gestalten.Vor dem Tor agierte der Gästesturm zu umständlich. Es wurde in guter Position lieber noch ein Haken mehr geschlagen oder der Ball abgespielt, als selbst konsequent den Abschluss zu suchen. Auch wenn sich der TSKV kaum nennenswerte Torchancen erarbeitete und keinesfalls als übermächtiger Gegner auftrat, erzielten die Goslarer in der 18. Minute die 1:0-Führung. Für einen hohen Ball fühlte sich kein Abwehrspieler zuständig; Marcel Hoffmann nahm die Einladung dankend an und versenkte humorlos das Leder. Das sollte auch für den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit die einzige erwähnenswerte Spielsituation bleiben.
In der Halbzeit nahm Trainer Ludwig einige taktische Wechsel vor. Nun zeigte der SVN ein anderes Gesicht und spielte die ersten 20 Minuten endlich guten Fußball. Sean Casey stabilisierte in der Zentrale die Abwehr, René Kleinwechter zog als Regisseur das zuvor blasse Offensivspiel an sich, und die Stürmer Kelpe / Metze erarbeiteten sich eine Chance nach der anderen. In der 51. Minute fiel der überfällige Ausgleichstreffer. Martin Kelpe wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht und traf vom Elfmeterpunkt entgegen der Fußballweisheit selbst.
Nur drei Minuten später erzielte der Torjäger sogar die Führung, als er in typischer Manier den Ball behauptete und dem TSKV-Schlussmann mit einem strammen Schuss keine Chance ließ. Danach hatte der SVN noch gute Möglichkeiten auf dem Fuß, doch die Vorentscheidung sollte einfach nicht fallen. Und so kam Goslar die letzten 25 Minuten wieder besser ins Spiel. Insbesondere Kreisliga-Bomber Jashari zeigte bei der einen oder anderen Aktion seine Klasse. Pfeilschnell, antrittsstark und trickreich setzte er sich gegen seine Gegenspieler durch, doch irgendwie gelang es den Neuwallmodenern immer wieder, noch einen Körperteil dazwischen zu bekommen. Als die Partie bereits gelaufen schien, entschied Schiedsrichter Fuchs in der 86. Minute noch einmal auf Strafstoß. Keeper Tscherner klärte im eigenen Fünfmeterraum so resolut, dass der Unparteiische darin ein Foulspiel erkannte. Eine unverständliche Entscheidung, durch welche sich Hoffmann allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen sollte und cool zum Ausgleich traf. Im folgenden Elfmeterschie­ßen behielt der SV Neuwall­moden allerdings die Oberhand.
Kelpe, Casey, Pages und Lachnit zeigten keine Nerven, während Altin zu genau zielte und lediglich das Lattenkreuz traf. Zum Held avancierte letztlich der SVN-Schluss­mann, der den entscheidenden Strafstoß von Kassebaum viel umjubelt parierte. Insgesamt kam die junge SVN-Truppe aufgrund der Spielanteile verdient weiter und trifft nun im Achtelfinale zu Hause auf den VfL Liebenburg.

SVNeuwallmoden: Mike Tscherner, Martin Kocea, Patrick Borchers (Sean Casey), Waldemar Garbus (Sascha Lachnit), Florian Pages, Christian Klöppner, Henrik Hoffmeister, Ozan Kapici (Rene Kleinwechter), Alexander Haas, Marcus Metze, Martin Kelpe.