Spielstarker SV Neuwallmoden setzt sich souverän durch

Neuwallmodens Martin Kelpe in Lauerstellung. (Foto: Strache)

Kreisliga Goslar: Gegen den SC Harlingerode 18 sprang ein 5:2-Heimerfolg raus

Neuwallmoden (SN). Einen verdiemten 5:2-Heimsieg landete in der Kreisliga Goslar der SV Neuwallmoden gegen den SC Harlingerode 18. Auch wenn beim SVN merklich die Luft etwas raus ist, entwickelte sich über die gesamten 90 Minuten ein ansehnliches, gutes Kreisligaspiel. Das lag zum einen daran, dass der SC gut mitspielte und sich nicht, wie viele andere Mannschaften, hinten reinstellte, und an den zahlreichen Strafraumszenen, welche im jedem Spiel das Salz in der Suppe sind. Ferner waren beide Offensivabteilungen gut drauf. Auf Seiten der Gäste harmonierten Thamm und Kniebel prächtig und sorgten über die Spieldauer für viel Furore. Beide gingen bei ihren Dribblings mit hohem Tempo auf die SVN-Abwehr zu und waren teilweise nur durch Fouls zu stoppen. Doch im Abschluss fanden sie entweder im gewohnt guten Keeper Tscherner ihren Meister, oder ein Neuwallmodener Akteur brachte irgendwie noch rechtzeitig ein Körperteil dazwischen. Auf Seiten der Heimelf agierte vor der Abwehr Deniz Metin umsichtig und setzte mit all seiner Routine und der nötigen Ruhe immer wieder seine Mitspieler in Szene.
Im Vergleich zu den letzten Begegnungen lief der Ball in den Reihen der Heimmannschaft bis auf die üblichen Fehlpässe teilweise sehr gut. Die Außen um den bärenstarken Hoffmeister wurden oft ins Geschehen mit einbezogen, und die zuletzt viel gescholtene Offensive um Kelpe, Metze, Kleinwechter und Co. zeigte wieder ihre Qualitäten. Bereits nach fünf Minuten hatten die blau-gelben Anhänger den Torschrei auf den Lippen. Hendrik Hoffmeister erlief sich einen schon fast verloren geglaubten Ball, düpierte einen Gegenspieler und brachte das Leder unmittelbar vor das Tor, wo Kleinwechter das Kunststück vollbrachte, aus zirka drei Metern den Ball meilenweit drüber zu jagen. Eine vergebene Chance, welche mal dem hügeligen Platz zugeschrieben werden soll. Diesen Fauxpas machte der SVN- Spielmacher aber in der zwölften Minute wieder wett, als er mit der Harlingeröder Defensive Slalom spielte und den Ball zu 1:0-Führung unterbrachte. In der Folge agierte der SVN feldüberlegen, und das 2:0 in der 30. Minute durch Metze mit einem herrlichen Schlenzer war nur eine Frage der Zeit. Die Ludwig- Mannen ließen nun die Zügel ein wenig schleifen, und der SC erspielte sich etliche gute Möglichkeiten. In der 40. Minute kam die Quittung, als Keeper Tscherner einen Gegenspieler regelwidrig von den Beinen holte. Hasse verwandelte sicher, und Tscherner konnte sich beim Unparteiischen bedanken, welcher es bei einer Verwarnung beließ. Mit den Gedanken schon beim Pausentee waren wohl beide Mannschaften, als Kelpe seine freie Schussbahn nutze und mit einem klasse Schuss das 3:1 erzielte.
Nach dem Seitenwechsel überließ der SVN den Gästen unverständlicherweise das Spielgeschehen, und bei etwas mehr Fortune vor dem Tor hätte es vielleicht noch einmal eng werden können. Doch im Gegensatz zum SC waren die SVN-Angreifer bei ihren Möglichkeiten eiskalt. Marco Sydow bekam im Strafraum den Ball und legte schön auf Kelpe quer, der in der 70. Minute keine Mühe hatte, die Vorentscheidung zu erzielen. Nur drei Minuten später nahm Hoffmeister weit in der eigenen Hälfte den Kopf hoch und spielte den Ball lang auf Sydow. Dieser zeigte sich antrittsschnell, legte sich den Ball noch kurz mit dem Kopf vor, überlief die gegnerische Abwehr und schloss stramm zum 5:1 ab. Im Gegenzug konnte der SCer Breustedt zwar noch auf den 5:2-Endstand verkürzen, aber das sollte es bei den sommerlichen Temperaturen auch gewesen sein. Zwar hatte Hoffmeister noch gute Gelegenheiten auf dem Fuß, doch das wäre dann auch zu viel des Guten gewesen. Erfreulich war noch das Debüt von Daniel Sydow und die Einwechslung des SVN-Urgesteins Meiko Coym, der nach seiner langen, schweren Verletzung ein umjubeltes Comeback feierte.

SV Neuwallmoden: Tscherner, Kassebaum (Coym), Kocea, Garbus, Kapici, Metin, Hoffmeister, D. Sydow (M. Sydow), Kleinwechter, Kelpe und Metze.