SVN gewinnt nach unnötiger Zitterpartie mit 4:3

Kreisliga Goslar: Neuwallmoden gewinnt bei der Reserve des VfL Oker

Neuwallmoden (FP). Bei herrlichem Fußballwetter gastierte der SVN bei der Reserve des VfL Oker. Diese ist nach dürftigem Saisonstart in den letzten Wochen besser in Tritt gekommen und hatte sich an diesem Tag zudem mit Dennis Rowold, Timur Abali und Julian Ahrens aus dem Landesligakader verstärkt.
Auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz brauchten die Gäste gut 15 bis 20 Minuten, um in ihr Spiel zu finden. Bis dahin war der VfL spielbestimmend, ohne aber zwingende Aktionen herausspielen zu können. Da der SVN geschickt zustellte, agierten die Platzherren mit zahlreichen langen Bällen, welche jedoch allesamt von der Neuwallmodener Viererkette entschärft wurden. Kaum waren die Gäste richtig ins Spiel gekommen, erzielte René Kleinwächter in der 21. Minute das 1:0. Nachdem VfL-Keeper Feldt einen Berisha-Schuss nur in die Mitte abklatschen konnte, war Kleinwächter im zweiten Versuch zur Stelle und drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. In der Folge ließen die Ludwig-Akteure aufblitzen, zu was sie fußballerisch in der Lage sind, und zeigten nach Aussage des Trainers „richtig guten Fußball“. Hierfür wurden sie dann auch prompt belohnt. In der 25. Minute versenkte Martin Kelpe einen 20-Meter-Freistoß zur 2:0-Führung. Nur acht Minuten später fing René Kleinwächter den Ball an der Mittellinie ab, und dann ging es ganz schnell. Kleinwächter passet auf Marcus Metze, und dieser legte den Ball quer auf Sturmpartner Kelpe, der ungehindert zum 3:0 vollendet. In der Folgezeit ließen die Gäste noch einige guten Chancen liegen; unter anderem jagte Henrik Hoffmeister den Ball aus kurzer Entfernung über das VfL-Gehäuse. Nur ein einziges Mal zeigte sich der SVN in den ersten 45 Minuten nicht auf der Höhe. Nach einem Eckball von Dennis Rowold gelangte der Ball zurück zum Ausführenden. Nach ungehinderter Flanke und einem Fallrückzieher am Mann konnte Tscherner den Ball nur abklatschen, und VfL-Akteur Ahrens schob am langen Pfosten zum Anschlusstreffer ein.
Gleich nach der Halbzeit drängte der SV Neuwallmoden auf das vierte Tor, erspielte sich auch drei, vier gute Möglichkeiten, zeigte sich im Abschluss jedoch zu fahrlässig. So konnten die Okeraner nach einem unnötigen Fehlpass von Kleinwächter in der eigenen Hälfte einen Konter auf 2:3 abschließen. Im Anschluss brauchten die Gäste einige Minuten, um sich wieder zu ordnen. Hierbei spielte ihnen in die Karten, dass Alen Berisha in der 65. Minute im gegnerischen Strafraum gefoult wurde, und der Gefoulte selbst den fälligen Strafstoß zur neuerlichen Zwei-Tore-Führung verwandelte. Auch nach diesem Tor erspielte sich der SVN wieder einige aussichtsreiche Chancen, die allesamt liegen blieben. Nach einem Handspiel des VfL-Keepers außerhalb des Strafraumes hatten die Gastgeber doppeltes Glück. Zum einen sah der Keeper lediglich die Gelbe Karte, zum anderen rettete beim anschließenden Heindorf-Freistoß der Pfosten. So musste man in der 80. Minute nach einer Doppelchance mit ansehen, wie die Gastgeber im direkten Gegenzug einen Bilderbuch-Konter durch den kurz zuvor eingewechselten Spielertrainer Dennis Gläser zum 3:4 nutzten. Die nun auf den Ausgleich drängenden Gäste fanden in den letzten zehn Minuten jedoch kein Mittel mehr, um die SVN-Defensive in Verlegenheit zu bringen. So blieb es bei dem völlig verdienten Auswärtssieg der Neuwallmodener. Unschöner Höhepunkt des Spiels war ein Ellenbogencheck des VfLer Rowold gegen Alen Bersiha, der vom Unparteiischen jedoch ungeahndet blieb. Der völlig aufgebrachte Berisha musste nach dieser Aktion ausgewechselt werden.
Durch unnötige Gegentore und viele nicht genutzte Chancen sorgte der SVN eigenhändig für unnötige Spannung. Auf Grund des positiven Endes dürften es ihnen aber selbst die eigenen Anhänger gedankt haben.


SV Neuwallmoden: Tscherner, Kocea, Garbus, Herbrügger, Pages, Heindorf, Hoffmeister, Kleinwächter, Berisha (Kapici), Kelpe (Holzhausen), M. Metze.