SV Neuwallmoden gibt sich mit dem Unentschieden zufrieden

Bezirksliga: 2:2 beim MTV Lichtenberg / Spielerische Mittel fehlten, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen

„Wenn man auswärts bei einem selbstbewusst auftretenden Gegner antritt, dort zweimal einen Rückstand aufholt, so muss angesichts unserer personellen Situation mit einem Punkt auch mal Zufriedenheit eintreten. Zumal das Ergebnis in Anbetracht des Spielverlaufs auch gerecht ist“, bilanzierte Manager Sebastian Niemand über das 2:2 des SV Neuwallmoden beim MTV Lichtenberg.
Insgeheim hatten sich die Spieler des SVN allerdings mehr von ihrer Auswärtsreise erhofft, auch wenn mit Sean Casey, Marcus Metze und Henrik Hoffmeister gleich drei enorm wichtige Spieler fehlten. Und als der Unparteiische nach fünf Minuten nach einem Foul an Rene Kleinwechter auf den Elfmeterpunkt zeigte, schien alles nach Plan zu verlaufen. Doch leider zeigte der sonst so sichere Schütze Martin Kelpe Nerven und der Keeper des MTV konnte den Ball halten. Wie in den letzten Spielen hatte der SVN die erste Großchance des Spieles, und wieder einmal konnte diese nicht genutzt werden. Danach hatten die Gäste mehr vom Spiel, konnten die Überlegenheit allerdings nicht in Zählbares ummünzen. Nach 25 Minuten kamen die Heimakteure immer besser ins Spielgeschehen und Goalgetter Günther sowie der agile Spitzyk stellten die Defensive immer wieder vor Probleme. Bis zur Pause sollte allerdings nichts mehr passieren.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild wieder und die Neuwallmodener übernahmen das Kommando. In der ersten Drangphase fiel dann die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung der Lichtenberger. Hakan Bilgic schloss ein feines Zuspiel von Dustin Günther eiskalt zum 1:0 ab. Davon zeigten sich die Gäste jedoch unbeeindruckt und Martin Kelpe machte in der 58. Minute seinen Fehlschuss wieder wett, als er sich gegen seinen Gegenspieler energisch durchsetzte und in Torjägermanier zum Ausgleich abschloss. Nun bestimmte wieder der MTV mehr den Takt und so kam die neuerliche Führung in der 70 Minute auch nicht von ungefähr. Der überragende Günther bekam den Ball, umspielte nahezu die komplette SVN-Abwehr und passte zu Offensiv­partner Spitzyk, welcher Keeper Tscherner mit einem platzierten Schuss überwinden konnte.
Neuwallmoden steckte allerdings nicht auf, auch wenn der verdiente Ausgleich auf sehr kuriose Art und Weise fallen sollte. Sascha Lachnit wollte bei seinem Freistoß aus gut 50 Metern den Ball eigentlich vor das Tor bringen. Doch irgendwie wurde der Ball länger und länger, sprang auf dem holprigen Platz zweimal auf, der verunsicherte Torwart Hackl griff nicht konsequent ein und plötzlich zappelte es im Netz. Danach drängten beide Teams auf den Siegtreffer, doch einen solchen hatte das Spiel nicht verdient.
Dem SVN war das Fehlen der wichtigen Akteure deutlich anzumerken, denn das eigentlich forcierte Spiel über die beiden Außenbahnen fand kaum statt. Lediglich Marc Herbrügger sorgte nach seiner Einwechslung für etwas Schwung. Es fehlten einfach die spielerischen Mittel, um die oftmals schwache Abwehr der Heimelf zu mehr Fehlern zu zwingen. Nichtsdestotrotz kann Trainer Ludwig mit seiner Mannschaft gut mit dem Punkt leben und sich auf die schwierige Aufgabe bei der TSG Bad Harzburg vorbereiten.

SV Neuwallmoden: Maik Tscherner, Florian Pages, Sascha Lachnit, Waldemar Garbus, Luxsen Tambirajah (Marc Herbrügger), Tim Holzhausen (Dirk Schneider), Christian Klöppner (Patrick Borchers),Timo Rewitz, Martin Kelpe, Andreas Heindorf und Rene Kleinwechter.