SVNeuwallmoden kann sein Torverhältnis aufpolieren

Kreisliga Goslar: Nach 13:0-Kantersieg bei der Oker-Reserve freut sich der SVN auf das Pokalhalbfinale gegen Münchehof

Neuwallmoden (sn). Es gibt Spiele im Fußball, da braucht ein Trainer an der Seitenlinie nicht viel zu sagen. Das sind solche Tage, an denen die Mannschaft die Vorgaben umsetzt, viele Tore schießt, diese gut herausspielt und es als Außenstehender einfach nur Spaß macht, ihnen zuzuschauen. Und das der SV Neuwallmoden am vergangenen Sonntag nicht zu Aprilscherzen aufgelegt war, machten sie von Anfang an mehr als deutlich. Zweifellos ist die Reserve des VfL Oker in ihrer momentanen Verfassung innerhalb der Kreisliga Goslar sicherlich kein Maßstab, doch angesichts der Art und Weise des Auftretens der Gäste, kann dies keine Herabstufung der Leistung sein.
Der SVN hatte die letzten Wochen stark trainiert, nahm den Gegner ernst und legte hohes Tempo und frühes Pressing an den Tag. All das wurde mit einer Ball- und Passsicherheit sowie individueller Klasse verbunden, so dass der VfL im ganzen Spiel zu keiner Torchance kam. Leidtragender war der zum mittlerweile zweiten Mal in Folge beschäftigungslose Keeper Welz, der lediglich einen einzigen Torschuss parieren musste. Für den der Rest der spärlichen Angriffsversuche wurde spätestens die kaum geprüfte Viererabwehrkette zur Endstation. Im Mittelfeld zogen Haas, Rewitz und Co. die Fäden, Abwehrchef Casey nannte nahezu das ganze Spielfeld sein Zuhause und vorne waren Tim Holzhausen und Martin Kelpe ihren Gegenspielern immer einen Schritt voraus. Bezeichnend für das Okeraner Spiel war, dass der gut leitende Schiedsrichter Scheer gleich drei glasklare Strafstöße verhängte, die Torjäger Kelpe gewohnt eiskalt verwandelte.
Ferner spielte der SVN endlich mal eine Partie von der ersten bis zur letzten Minute konsequent zu Ende und hielt das Tempo permanent hoch, so dass als einziger Makel die mangelnde Chancenverwertung zu nennen ist.
Eine Tatsache, die hinsichtlich der dreizehn geschossenen Tore, allerdings unter der Rubrik „Meckern auf hohem Niveau“ zu verzeichnen ist. Insbesondere Stürmer Holzhausen trieb seine Mannschaft immer wieder nach vorne und so rollte Angriff auf Angriff auf den Kasten von Heimtorwart Wilke.
Nachdem die Neuwallmodener bereits in den ersten fünf Minuten zweimal völlig freistehend scheiterten, schien Spielmacher Rewitz in der 9. Minute Gefallen an der vorigen Woche gefunden zu haben. Aus einer fast identischen Position wie im Spiel gegen den SV Union Seesen zirkelte er einen Freistoß zur 1:0 Führung in die Maschen. In der 12. Minute erhöhte Martin Kelpe mit seinem ersten Strafstoß zum 2:0. Danach folgten die einzigen etwas langweiligeren zwanzig Minuten des Spieles. Der SVN verwaltete das Ergebnis und zeigte sich in manchen Situationen ein wenig zu Ballverliebt und vergeigte etliche Tormöglichkeiten teilweise kläglich. Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit legten sie aber wieder eine Schippe drauf und schenkten den Okeranern binnen neun Minuten gleich drei Treffer ein. Zweimal demonstrierte Sean Casey seine Torgefährlichkeit und einmal staubte Stürmer Kelpe zu seinem zweiten Treffer ab.
Nach der Pause zeigte der SVN kein Erbarmen mehr und machte genau da weiter, wo es vorher aufgehört hatte. In der 49., 51. und 65. Minutenutzten abermals Casey, Waldemar Garbus sowie Tim Holzhausen ihre sträflichen Freiräume und erhöhten auf 8:0. Alle Treffer waren blitzsauber herausgespielt und gingen sehenswerten Kombinationen voraus. Der VfL konnte einem fast leid tun, denn die Gäste schienen Gefallen gefunden zu haben und ließ ihrem Gegner weiterhin nicht den Hauch einer Chance. Nachdem sich bis zur 80. Minute die Neuwallmodener Spieler im Vergeben von hundertprozentigen Torchancen anscheinend gegenseitig versuchten, zu übertrumpfen, ließ Goalgetter Kelpe innerhalb von acht Minuten einen Hattrick folgen und erzielte seine Treffer drei bis fünf. Auch Timo Rewitz und Dauerläufer Haas wollten ihm offenbar nicht nachstehen und erzielten in der 87. und 88. Minute den 13:0-Endstand.
Ein Ergebnis, welches am kommenden Montag Lust auf mehr macht, wenn mit dem TSV Münchehof zum Halbfinale des Kreispokals ein Gegner zu erwarten ist, mit dem der SVN noch eine Rechnung zu begleichen hat.

SV Neuwallmoden: Sebastian Welz, Waldemar Garbus (Florian Pages), Sean Casey, Henrik Hoffmeister, Patrick Borchers, Alexander Haas, Sascha Lachnit (Marc Herbrügger), Ozan Kapici (Marcus Metze), Timo Rewitz, Martin Kelpe und Tim Holzhausen.