Talfahrt gestoppt: SV Neuwallmoden punktet

Beim 1:1 gegen ersatzgeschwächte Dörntener zeigte sich der SV Neuwallmoden im Spiel nach vorne zu wenig zwingend. Hier vergibt Dirk Schneider gleich zu Beginn eine der wenige Chancen für den SVN. (Foto: Strache)
 

Bezirksliga Braunschweig: Nach vier Niederlagen reicht es gegen den VfB Dörnten immerhin zu einem Punkt

Wenn man wie der SV Neuwall­moden beim Punktspiel der Bezirksliga 72 Minuten einem Rückstand hinterherläuft, um dann per Foulelfmeter den Ausgleich erzielt, sollten eigentlich alle Beteiligten der Heimmannschaft zufrieden sein. Doch war das Gegenteil der Fall. Denn die Ludwig-Elf hatte sich mehr vorgenommen, als das 1:1 gegen den VfB Dörnten.
Der SVN trat gegen stark ersatzgeschwächte Dörntener an, die aus ihrer Not schlichtweg das Beste machten. Auf dem kleinen Platz igelte sich der VfB ein und wollte seinerseits mit Kontern Nadelstiche setzen. Neuwallmoden fiel dazu während der gesamten Spieldauer nicht viel ein. Zwar hatte man optisch mehr vom Spiel und deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz zu verzeichnen, doch ernsthafte Gefahr entstand für die Gäste dadurch nicht. Statt die Partie in die Breite zu ziehen, wurden die Bälle meist hoch und lang in die Mitte geschlagen, wo sie spätestens beim Libero Yves Schmelzer einen Abnehmer fanden. Der wiederum beförderte die Bälle umgehend wieder hoch und weit nach vorne, sodass die Zuschauer nicht zu beneiden waren. Sie sahen ein nicht sonderlich ansehnliches Fußballspiel.
Möglicherweise hätte die Begegnung einen anderen Verlauf genommen, wenn Dirk Schneider in der dritten Minute das 1:0 erzielt hätte. Der SVN-Spieler kam vor dem Tor völlig frei zum Zuge und verzögerte den Abschluss aus nicht nachvollziehbaren Gründen, so dass nichts Zählbares heraussprang. Danach verflachte das Geschehen immer mehr und lediglich das überraschende Tor für den VfB Dörnten durch Benjamin Acar in der 14. Minute sorgte für Abwechslung. Der Mittelfeldspieler setzte einen halbhohen Ball im Sechzehner aus der Drehung in die Maschen, ein herrliches Tor. Mit etwas Pech hätte der VfB in der 30. Minute bei einem Konter noch einen drauf setzen können, doch wurde hierbei im Passspiel nicht entschlossen genug agiert und die SVN-Defensive konnte klären.
Nach der Pause bot sich das gleiche Bild: Neuwallmoden blieb im Ballbesitz, Dörnten verteidigte konsequent und ein Gegenmittel wurde weiterhin nicht gefunden, zumal im Tor des VfB auch immer noch ein Matthias Freutel stand, der abermals seine Klasse und Souveränität bewies.
Insgesamt wurde der VfB zu wenig unter Druck gesetzt, was sicherlich auch daran lag, dass einige Leis­tungsträger von Trainer Daniel Ludwig nicht ihren bes­ten Tag erwischten. Als ein regulärer Treffer von Dirk Schneider nach schönem Zuspiel von Henrik Hoffmeister in der 70. Minute wegen vermeintlichen Abseitsspiels aberkannt wurde, rechneten einige schon mit dem Schlimmsten. Zum Glück entschied der Unparteiische in der 86. Minute nach einem Rempler im Strafraum auf Elfmeter für den SVN. Ein harter, aber durchaus vertretbarer Strafstoß, den Stürmer Martin Kelpe gewohnt sicher verwandelte.
Ein Ergebnis, welches für den SV zu wenig, aber nach dem Spielverlauf zu urteilen, gerechtfertigt ist. Nun geht die Reise am Sonnabend zum MTV Lichtenberg, die am letzten Wochenende beim 2:0-Sieg gegen Bad Harzburg für eine kleine Sensation sorgten.

SV Neuwallmoden: Maik Tscherner, Sean Casey, Dirk Schneider (67. Luxsen Tambirajah), Rene Kleinwechter, Christian Klöppner, Sascha Lachnit, Waldemar Garbus, Timo Rewitz, Henrik Hoffmeister, Martin Kelpe und Andreas Heindorf.

Beim 1:1 gegen ersatzgeschwächte Dörntener zeigte sich der SV Neuwallmoden im Spiel nach vorne zu wenig zwingend. Hier vergibt Dirk Schneider gleich zu Beginn eine der wenige Chancen für den SVN.