„Uns fehlte die Durchschlagskraft!“

Bezirksliga 3 Braunschweig: SV Neuwallmoden ärgert sich über Niederlage gegen Schöppenstedt

Nach dem neuerlichen Erfolgserlebnis musste der SV Neuwallmoden bei seinem Heimspiel in der Bezirksliga gegen den TSV Schöppenstedt eine Niederlage einstecken. Den Grundstein für den Erfolg legten die Gäste insbesondere in der ersten Halbzeit, wo der TSV sich als aktivere Mannschaft präsentierte.

Die jungen Schöppenstedter ließen gut den Ball laufen und setzten ihre Außenspieler wesentlich besser in Szene. Hier bot die Heimelf ihren Gegenspielern im Mittelfeld zu viel Freiraum. Zudem stellten sie die Neuwallmodener mit ihrem Umschaltspiel immer wieder vor Probleme und erarbeiteten sich Abschlüsse. Gerade das ließ der SVN im ersten Abschnitt vermissen.
Keine wirklich nennenswerte Tormöglichkeit erspielte sich die Elf von Spielertrainer Casey und so war der Führungstreffer auch nur eine Frage der Zeit. Den Treffer erzielte der quirlige TSVer Hage Obeid, der in der 11. Minute einen Konter nach feinem Zuspiel aus halbrechter Position eiskalt abschloss.
Auch danach legten die Gäste weiter ein hohes Tempo an den Tag, so dass sich der SV nicht über eine höhere Führung hätte beschweren können. Die größte Möglichkeit hatte dabei wohl der starke Jörn Pätz, der von links außen in die Mitte zog, doch sein Schuss lediglich den Innenpfosten traf.
Den zweiten Abschnitt gestalteten die Neuwallmodener wesentlich ausgeglichener. Der TSV konnte das Tempo der ersten Halbzeit nicht halten und verlor seinen Spielfluss zusehends.
Neuwallmoden ging nun entschlossener zu Werke und erspielte sich immer mehr ein leichtes Übergewicht, was jedoch abermals nicht in Zählbares umgemünzt werden konnte. Entweder stand ein Bein des Gegners im Weg oder der finale Pass kam nicht an.
Die bis dato beste Chance vergab Casey, der eine Ecke herrlich gen Tor köpfte. Leider stand Gästekeeper Röder auf dem Posten, der den Ball mit einer sehenswerten Parade aus dem Winkel fischte. Zwar hatte der TSV Schöppenstedt immer mal wieder Entlastungsangriffe, doch wurden diese nicht mit der Entschlossenheit wie zu Beginn vorgetragen.
Inmitten der SV-Drangphase fiel die zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche Vorentscheidung, als der eingewechselte Reinkober in der 85. Minute mit einem satten Schuss vom Sechzehner traf.
Der anschließende Ehrentreffer von Marcus Metze in der 88. Minute sollte lediglich der Ergebniskosmetik dienen. Sichtlich geknickt zeigte sich Manager Niemand und meinte nach dem Abpfiff: „Hier wäre mit etwas Glück mehr drin gewesen, aber uns fehlt im Offensivbereich einfach die Durchschlagskraft. Jetzt stehen vier schwere Spiele auf dem Programm, in denen wir eigentlich nichts und doch sehr viel zu verlieren haben.“