Tag des offenen Denkmals auch am Harzhorn

Studentinnen und Studenten am Harzhorn anlässlich der kürzlich beendeten Ausgrabungen. (Foto: Lönne)

Spurensuche auf dem römisch-germanischen Schlachtfeld / Forschungsergebnisse werden vorgestellt

Am kommenden Sonntag, 9. September, können sich Besucher auf die Spurensuche der Römer begeben. Am Tag des offenen Denkmals führen die kundigen Harzhorn-Guides, die Prospektionstechniker Michael Brangs und Thorsten Schwarz sowie die Kreisarchäologin Dr. Petra Lönne halbstündlich, oder nach Bedarf, durch das Gelände am Harzhorn.
Dank der wissenschaftlichen Erforschung des antiken Schlachtfeldes am Harzhorn, dem Ort einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Römern und Germanen im Spätsommer 235 n. Chr., sind mittlerweile über 2000 Funde an das Tageslicht gekommen. Nicht zuletzt sorgte der Fund einer Pionieraxt (Dolabra) mit Inschrift, die es wahrscheinlich macht, dass die vierte Legion Flavia Felix an den Kämpfen am Harzhorn beteiligt war, für große Aufregung.
Die aktuellen Forschungsergebnisse werden dem Besucher, untermalt von Foto- und Bildmaterial sowie Repliken von Originalfunden, spannend dargestellt. Auch ein Blick in die archäologischen Ausgrabungsflächen ist möglich. Der stellvertretende Grabungsleiter Torben Schatte (FU Berlin) und sein Team berichten über die Ergebnisse der diesjährigen Grabungskampagne und stellen die Methodik und archäologische Arbeitsweise vor. Darüber hinaus gibt es auch ein buntes Rahmenprogramm mit dem Schwerpunkt Ernährung und Waffentechnik beziehungsweise -herstellung. Wie sah der Speiseplan eines römischen Legionärs aus und was wurde auf dem Marsch getrunken? Wie sahen im Vergleich die Lebensgewohnheiten der Germanen aus, gab es Unterschiede? Darüber hinaus fertigt der Schmied Malte Janßen vor Ort mit Hammer und Amboss Repliken von römischen Waffen an.
Für Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und Bratwurst sorgt der Heimatverein Oldenrode. Parkmöglichkeiten bestehen vor Ort auf der Wiese am Waldrand an der B 248 (Hinweisschilder beachten). Treffpunkt für die Führungen ist beim roten Bus am Waldrand. Die Teilnahme an den Führungen erfolgt auf eigene Gefahr. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich. Kein barrierefreier Zugang.
Weitere Informationen gibt es bei der Kreisarchäologie Northeim, Telefon (05551) 708-156) oder unter www.roemerschlachtamharzhorn.de.