Ersthelfer befreien 22-Jährige aus Autowrack

Dieser Unfall hätte für die Fahrerin des VW Crafter viel schlimmer ausgehen können.

Fahrzeug des Malteser-Hilfsdienstes überschlägt sich zwischen Ortshausen und Bönnien / Fahrerin unter Schock

Ein Behindertenfahrzeug des Malteser-Hilfsdienstes ist Montagnachmittag auf der Kreisstraße 333 zwischen Ortshausen und Bockenem verunglückt. Die 22 Jahre alte Fahrerin erlitt einen Schock. Weitere Personen befanden sich zum Glück nicht in dem Transporter.

Ein Zeuge hatte beobachtet, wie der VW Crafter mindestens 50 Meter durch die Luft flog und schließlich auf einem Acker zum Stehen kam. Der Notruf ging um 14 Uhr bei der Berufsfeuerwehr in Hildesheim ein. Sofort wurden der Rettungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr Bockenem zur Unfallstelle geschickt, die sich nahe der Autobahnbrücke befand.
Die erste Meldung, dass die Mitarbeiterin des Hilfsdienstes in dem Wrack eingeklemmt sein sollte, entpuppte sich wenig später als Falschmeldung. Als die ersten Feuerwehrleute unter der Regie von Ortsbrandmeister Ulf Liewald auf der K 333 eintrafen, hatten Ersthelfer bereits die Fahrerin aus dem Wrack gezogen.
Nach den Ermittlungen der Polizei war die Hildesheimerin in Richtung Bockenem unterwegs. Aus ungeklärter Ursache war der Wagen nach rechts auf den unbefestigten und schneebedeckten Seitenstreifen geraten. Beim Gegensteuern geriet der Crafter dann ins Schleudern. „Er muss sich bereits auf der Straße gedreht haben“, vermutet ein Polizeibeamter. Dann schlidderte das Behindertenmobil in den Seitenraum und hob ab. Dabei verfehlte er nur knapp einen Baum. Nach einer Drehung blieb der Volkswagen auf dem Dach liegen. Insassen im hinteren Bereich hätten wohl kaum eine Überlebenschance gehabt. In der Zwischenzeit war ebenfalls ein Notarzt an der Unfallstelle eingetroffen. „Die Fahrerin war ansprechbar und wurde zur weiteren Behandlung ins Klinikum nach Hildesheim gebracht“, sagte der Beamte. Lebensgefahr besteht nach den ersten Erkenntnissen nicht.
Als schwierig gestaltete sich die Bergung des Unfallwagens vom Acker. Nachdem das Auto wieder auf seinen vier Rädern stand, wurde es mittels einer Winde auf die Straße gezogen. Dabei packten auch die Feuerwehrleute mit an. Die Polizei beziffert den Schaden an dem sieben Jahre alten VW auf etwa 5000 Euro. Während der Unfallaufnahme war die Kreisstraße voll gesperrt.