Arbeitslosenquote im Geschäftsbereich Osterode sinkt

Zahl der Arbeitslosen sinkt erstmals unter die Marke von zehn Prozent

Osterode (mn/bo). Die Meldungen vom südniedersächsischen Arbeitsmarkt bieten Anlass zur Freude. 16.236 Arbeitslose zählt die Agentur für Arbeit mit Sitz in Göttingen. Im Vergleich zum Juni 2010 ist dies ein Rückgang um 9,3 Prozent (1.667). Auch im Vergleich zum Monat Mai konnte sich die Arbeitslosenzahl deutlich verringern. Die Arbeitsmarktexperten berichten vom einem Rückgang um 4,5 Prozent (770). Die kumulierte Arbeitslosenquote beträgt für den gesamten Agenturbezirk Göttingen 7,3 Prozent.
Im Bereich der Geschäftsstelle Osterode sind die Zahlen ebenfalls rückläufig. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 3,7 Prozent. Das bedeutet, dass 131 Personen einen Job antreten konnten. Diese Entwicklung hat auch positive Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote im Bereich Osterode. Seit langer Zeit ist die Quote erstmals unter die Marke von zehn Prozent gesunken und beträgt gegenwärtig 9,4 Prozent (3.601).
Betrachtet man die Zahlen hinter dieser Erfolgsmeldung, ergibt sich für den Arbeitsmarkt ein differenziertes Bild, denn nicht alle Personengruppen können bisher in gleicher Weise vom Aufschwung profitieren. „Es liegt in der Natur der Sache, dass die Chancen unterschiedlicher Bewerberinnen und Bewerber auf dem Arbeitsmarkt nicht alle gleich sein können. Qualifikation spielt beispielsweise eine Rolle; hier können oder wollen einstellende Betriebe in vielen Fällen keine Abstriche machen“, erklärte Stefan Schäfer, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Göttingen. „Aber wir müssen dahin kommen, dass bei gleicher Qualifikation auch verstärkt Bewerbergruppen im Auswahlprozess berücksichtigt werden, die bisher noch nicht in nennenswertem Umfang vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren konnten.“ Dort, wo gegebenenfalls noch Qualifizierungsbedarf oder aufgrund individueller Anforderungen eine längere Einarbeitungsphase benötigt werde, könnten Agentur für Arbeit und Jobcenter sowohl Bewerber als auch Betrieb mit einer Vielzahl an Förderinstrumenten unterstützen.
Um die Chancen für möglichst viele Menschen am Arbeitsmarkt zu erhöhen oder notfalls auch langsam an den Arbeitsmarkt heranzuführen, bieten Agentur für Arbeit und Jobcenter vielerlei Unterstützungsmöglichkeiten an.