Basaltstein auf Schienen verursacht Zuganfall

Dieser Basaltstein ist dem Regionalzug 14373 zum Verhängnis geworden. Die Bundepolizei ermittelt wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“. (Foto: bo)

Bundespolizei ermittelt / Keine Verletzten / Zug hätte entgleisen können

Osterode/Hannover (bo). Unbekannte Täter legten am Donnerstag gegen 12.10 Uhr an einem „wilden Übergang“, kurz vor Osterode-Süd (nähe Amtsgericht) einen handballgroßen Basaltstein auf das Bahngleis.
Die Regionalbahn 14373 von Braunschweig nach Herzberg konnte trotz eingeleiteter Schnellbremsung nicht rechtzeitig halten und überfuhr den Stein. Verletzt wurde niemand.
Der Stein wurde durch den Aufprall unter das Fahrzeug geschleudert und beschädigte den Kraftstofftank. Auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern trat Dieselkraftstoff aus und verunreinigte die Bahnstrecke. Die örtliche Feuerwehr rückte aus, um den ausgelaufenen Kraftstoff zu binden. Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde nahmen die Verunreinigung in Augenschein.
In Osterode-Leege endete die Zugfahrt. Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Im Zuge der Reinigungsaktion mussten acht weitere Züge ausfallen. Die Schadenshöhe muss noch ermittelt werden.
Die Bundespolizei ermittelt nun wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“. Ein Stein dieser Größe kann zur Entgleisung eines Zuges führen.
Werden Steine auf den Schienen überfahren, können Splitter von den Steinen abplatzen und Personen, die sich im Nahbereich aufhalten, erheblich verletzen. Wer sachdienliche Hinweise machen kann, melde sich bitte bei der Bundespolizei unter der Rufnummer: (0551) 54716-0.