Dabei sein ist alles: Osterode erreicht sechsten Platz

Die Jugendlichen freuen sich zusammen mit Ralf Böker, Klaus Becker, Ralph Dunger, Carsten Schmidt, Dagmar Thomitzek und Stefan Baur über die Platzierungen. (Foto: Bordfeld)
 
Nico und Janine versuchten sich als erstes in der Schubkarren-Rallye. (Foto: Bordfeld)

Beim Landesjugendzeltlager der THW schlugen rund 300 Teilnehmer ihre Zelte in Osterode auf

Von Petra Bordfeld, Osterode

Der THW-Ortsverband Osterode ist diesmal der Gastgeber des Landesjugendzeltlagers des THW, wofür rund 300 Mädchen und Jungen aus Bremen und Niedersachsen zum Campingplatz Eulenburg angereist sind, um dort für eine Woche ihre Zelte zu errichten. Auch Osterode stellte eine Jugendmannschaft für die Landesjugendwettkämpfe ab, die sich übrigens den sechsten Platz sicherte. Da sie mit dem Gedanken „Dabei sein ist alles“ herangegangen waren, sind sie besonders stolz auf die erreichte Platzierung.
Bevor aber die Wettkämpfe in Angriff genommen wurden, hatte Pastor Uwe Brinkmann zu einem Feldgottesdienst aufgerufen, der von allen wahrgenommen wurde. Darin machten beispielsweise Marius, Metje und Timo mit einigen anderen die Geschichte vom barmherzigen Samariter sehr deutlich. Ingo Henke, stellvertretender Landesjugendleiter, betonte, dass diese Wettkämpfe ein wahres Highlight seien, schließlich ginge es ja um etwas: nämlich um die Teilnahme an den Bundeswettkämpfen.
Klaus Becker brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass so viele THWler den Weg nach Osterode gefunden hatten und auch der Landesjugendwettkampf in der Kreisstadt ausgetragen wurde. Der „barmherzige Samariter“ habe mal wieder deutlich gemacht, dass der Wunsch zu helfen, in einem jeden stecken sollte. Die THWler wollen nicht „nur so“ helfen, sie lassen sich dafür auch ausbilden. Damit haben sie ihr Hobby zur ehrenamtlichen Pflicht gemacht. Er wünschte den Wettstreitern viel Spaß und Glück. Der stellvertretende Bundesjugendleiter, Jürgen Redder, schloss sich den Worten seiner Vorredner an.
Dann ging Osterode als Erstes an den Start. Eingangs galt es die Koordinaten zu bestimmen, dann mussten Fragen beantwortet werden. Beispielsweise wie die internationale Bezeichnung des THW ist, wann Heiligabend in Bayern gefeiert wird, welcher Nadelbaum im Winter seine Nadeln verliert und vieles andere aus dem Alltag mehr. Die Schiebkarren-Rallye hatte es ganz schön in sich, musste das mit einer Person „beladene“ Gefährt doch mit verbundenen Augen von Start nach Ziel gebracht werden. Dort galt es dann mittels Schnuller und Schnur einen Nagel in eine Flasche zu versenken. Auf der Bleichestelle schlossen sich Aufgaben wie beispielsweise eine Brücke über einen Fluss bauen und eine verletzte Person aus einem Tunnel retten, an.
Das zehnköpfige Team der THW-Jugendgruppe aus Bremen-Ost wiederum sorgte dafür, dass das Niedersachsenpferd ins nachbarliche Bundesland galoppiert ist. Denn sie holten sich mit ihrem eindeutigen Sieg nicht nur die Siegestrophäe, sondern auch den Wanderpokal, der vom Landesbeauftragten, Ralph Dunger, gestiftet wurde. Wenn die jungen THWler wollen, dass das Pferd weiterhin in Bremen „grast“, müssen sie sich auch beim nächsten Mal den Sieg holen. Im kommenden Jahr werden sie jedenfalls Bremen beim Bundeswettkampf der THW-Jugend im bayerischen Landshut vertreten. Für Niedersachsen wird die zweitplatzierte Gruppe aus Holzminden antreten.
Übrigens waren Osterode und Bremen-Ost zwei der acht von insgesamt 79 THW-Ortsverbänden beider Bundesländer, die an den Wettkämpfen teilgenommen hatten. Gefordert waren Geschick, Überlegung und Teamgeist. Die Plätze drei bis fünf gingen an Celle, Uelzen und Kuntenholz. Auf dem siebenten und achten Platz kamen Springe und Gieboldehausen.
Campingplatzinhaber Rolf Grönig stellte nicht nur während des Wettkampftages, sondern auch während der gesamten Campingzeit die ehemalige Spinnerei bei der Eulenburg zur Verfügung – und hier fand schließlich auch die Siegerehrung statt. Dabei war auch Schirmherr und Osterodes Bürgermeister, Klaus Becker, zugegen, um den jungen Wettstreitern die Pokale zu übergeben. Für die acht Gruppen gab es übrigens nicht nur Platztrophäen, sondern auch Urkunden und für jedes Teammitglied eine Erinnerungsmedaille.
Ralph Dunger sprach allen, die sich den Aufgaben des Wettkampfes gestellt hatten, eine große Anerkennung aus, er dankte aber auch allen anderen Zeltlagerteilnehmern dafür, dass sie sich diese Aktionen nicht haben entgehen lassen. Sein Dank galt ebenso den Freiwilligen Feuerwehren Osterode und Bad Sachsa für die Unterstützung, dem THW-Ortsverband Osterode für die Gastfreundschaft, der Geschäftsführerin des Geschäftsführerbereichs Göttingen, Dagmar Thomitzek, sowie den stellvertretenden Wettkampf- und Lagerleitern Ralf Böker und Stefan Baur für deren Einsatzbereitschaft und Organisationstalent.
Da die Woche nicht nur aus einem Tag besteht, haben alle THWLer ein buntes Programm in Angriff genommen, wobei der Harz und seine Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen wurden. Übrigens gehörte dazu, sich den Mittelpunkt der Bundesrepublik anzuschauen, der ist nämlich genau in Krebeck zu finden. Die Wanderschuhe wurden nicht selten geschnürt – gleiches galt für die Turnschuhe, denn diverse Ball-Turniere standen auf dem Plan. Am heutigen Freitag steht schließlich die große Abschiedsfete an, bevor am Samstag das Lager aufgeräumt wird und sich Tschüss gesagt wird.