„Die Indianerin“ ist in Osterode sesshaft geworden

Die Indianerin arbeitet gerade einen westlichen in einen indianischen Rock um.

Chandrika Spotted Wolf erwachte vor zwölf Jahren aus einem Traum, in dem sie ihr eigenes Ich entdeckt hatte

Erblickt hat Evelyn Opel, geb. Lüder, das Licht der Welt vor 56 Jahren in Gittelde. Und dass die gelernte Friseurin seit vielen Jahren nicht nur im ganzen Kreis Osterode als „Die Indianerin“ bekannt ist, zeigt die Tatsache, dass sie in diesem Jahr den von einer alten Cherokee gesegneten Namen Chandrika Spotted Wolf (Mondlicht, gescheckter Wolf) erhalten hat, der ihr ganzer Stolz ist.
Auf die Frage, ob es dieses ungewöhnliche Geschenk der Cherokee war, das zu dem für diese Region ungewöhnlichen mittlerweile ganz von der peruanischen Kultur durchwebten Lebenswandel geführt hat, lehnte sie sich zurück und erzählte von einem Traum. In dem tauchte vor zwölf Jahren ein alter Indianer auf, der ihr farbige unbekannte Symbole ins Gesicht zeichnete. Auch wenn sie nicht verstanden hatte, was er dabei sprach, habe sie sich nach dem Wachwerden einfach nur großartig gefühlt, denn sie hatte ihr eigenes Ich entdeckt. Befasste sie sich bis zu dieser Nacht mit der ägyptischen und der afrikanischen Kultur, schaffte es der Indianer in ihrem Traum, dass sie ganz bewusst und rein gefühlsmäßig die Wende in die Naturreligion Südamerikas vornahm.
Sie begann die Änderung allerdings nicht nur in ihren Gedanken und Überlegungen, sondern ebenso konsequent in ihrer Kleidung und der Einrichtung ihrer Wohnung, die jetzt in Osterode gelegen ist und mittlerweile einem Ausstellungsraum gleicht. Gemütlichkeit in der Selbstverwirklichung der Kreativität ist dabei ihre Devise. Gleiches gilt für ihre Kleidung. Sie kauft sich zwar ganz normale Schuhe, Stiefel, Röcke und Oberteile. Mit indianischer Handfertigkeit ändert sie aber alles so um, als sei es beispielsweise in Peru entstanden. Und die Stickereien sowie Malereien erzählen auf den Stoffen und Ledern ihre eigene Geschichte. Sie verwandelt sogar Alltagsglas und Porzellan so einfühlsam um, als hätten die Materialien nicht die Moderne, sondern viel eher die Historie des roten Mannes kennen gelernt.
Die Moderne der Gegenwart lässt die „gescheckte Wölfin“ hauptsächlich mittels ihrer Computer-Kommunikation zu. So schreibt sie sich beispielsweise mit vielen Menschen auf der ganzen Welt, deren Abstammung zumeist indianisch ist.
Nun möchte sie aber auch mit gleichdenkenden Menschen Aug in Aug in Verbindung treten und sowohl Erfahrungen als auch Ideen austauschen. Auf dem gemeinsamen Weg mit Gleichgesinnten hofft sie, die Lebensweisheit der Indianer auch in dem Kreis Osterode zu festigen. Wer also wahres Interesse an einer etwas anderen Lebenseinstellung und Lebensweise hat, melde kann sich mit ihr (Telefon 05522/3179844 oder 0171 - 4267107 oder per E-Mail: evelyn-opel@t-online.de) in Verbindung setzen.