Dreijähriger stürzt in die Söse – Zustand kritisch

Am Dienstag ereignete sich in Osterode ein schweres Unglück. Ein dreijähriges Kind stürzte in einen Zweigkanal der Söse in Osterode. Gegen 16.52 Uhr, verständigten besorgte Eltern über den Notruf die Polizei und schilderten, dass ihr Sohn verschwunden sei. Der Junge befand sich zur Vorfallzeit zusammen mit der Mutter auf dem Hof des Wohnhauses am östlichen Stadtrand von Osterode. In einem unbemerkten Moment entfernte sich das Kind offenbar und war durch die Eltern nicht mehr aufzufinden. Die alarmierte Polizei leitete sofort umfangreiche Suchmaßnahmen ein.
In der Nähe der Wohnung verlaufen das Flussbett der Söse und ein Zweigkanal mit hoher Fließgeschwindigkeit. Neben zahlreichen Polizeikräften, darunter auch ein Polizeihubschrauber, wurde die Freiwillige Feuerwehr mit mehreren Ortswehren sowie eine Rettungshundestaffel des DRK einschließlich der DRK-Bereitschaft angefordert.
Im Rahmen der Suchmaßnahmen konnten Polizeibeamte mit der Unterstützung eines ortskundigen Anwohners das Kind um 17.25 Uhr in einem Zweigkanal der Söse, etwa 200 Meter unterhalb des Wohnhauses, an einem dortigen Staurechen leblos auffinden.
Offenbar war es an dem Kanalabzweig in das Gewässer geraten. Die Fließgeschwindigkeit ist an der Stelle sehr hoch. Es wurden umgehend Maßnahmen zur Reanimation eingeleitet. Das Kind wurde zur intensivmedizinischen Behandlung der Universitätsklinik Göttingen zugeführt. Zur Betreuung der Angehörigen und der Helfer waren auch mehrere Notfallseelsorger im Einsatz.
Nach Angaben der Polizei ist das Kind am Leben, der Zustand ist aber weiterhin sehr kritisch.