Eklat: Landräte streiten sich über Fusionsabsichten

Landrat Bernhard Reuter ist von dem Vorhaben seines Kollegens, Landrat Stephan Manke, überhaupt nicht begeistert. (Foto: Archivfoto: Strache)

Landkreis Osterode hat keine Ambitionen in Richtung des Landkreises Goslar

Osterode (bo). Fusionsgespräche mit dem Landkreis Goslar haben für den Landkreis Osterode keine Priorität. Bislang habe sich auch der Landkreis Goslar immer gegen eine Fusion mit Osterode ausgesprochen und Partner im Norden gesucht. Insofern ist der plötzliche Sinneswandel erstaunlich, zumal die angebliche Begründung durch das Hesse-Gutachten nicht trägt. Professor Hesse hat sich für einen schnellen Zusammenschluss der Landkreise Osterode und Northeim, mittelfristig für eine Erweiterung durch den Landkreis Göttingen und damit klar gegen eine Fusion Osterode/Goslar ausgesprochen.
Einem Eklat kommt die Ankündigung des Landkreises Goslar gleich, mit Bürgermeistern aus dem Kreis Osterode über eine Kreisfusion zu sprechen. Dies ist allein Angelegenheit des Osteroder Kreistages. Landrat Bernhard Reuter: „Ich bin sicher, der Kreistag des Landkreises Osterode am Harz wird auf seinen Rechten bestehen, wird deutlich machen, dass er eine Zerfledderung des Landkreises Osterode am Harz nicht hinnehmen wird und an seiner bisherigen Auffassung, dass Gespräche auf der südniedersächsischen Ebene Vorrang genießen, festhalten.“
Der Versuch, einen Landkreis von außen zu spalten, sei in der jüngeren niedersächsischen Geschichte einmalig und belaste das Verhältnis zwischen den beiden Harzkreisen auf das Äußerste. Reuter kündigt an, dass er den noch bis Ende Oktober amtierenden Kreistag zu einer Sondersitzung einladen wird.