Elektromobilität funktioniert auch im ländlichen Raum

Inbetriebnahme der neuen öffentlichen Ladesäule am vergangenen Samstag im Rahmen der Veranstaltung „Osterode gibt Gas!“ auf dem Parkplatz Kornmagazin (von links): Dr. Hjalmar Schmidt, Geschäftsführer der Harz Energie, Osterodes Bürgermeister Klaus Becker und Andreas Sonnemann, Energieberater der Harz Energie. (Foto: Marx)

Ladesäule für Elektro-Energie wurde offiziell eingeweiht / Eine weitere E-Tankstelle soll folgen

Osterode (bo). Elektromobilität in einer ländlichen Region war einer der Schwerpunkte der Großveranstaltung „Oste­rode gibt Gas!“ am vergangenen Wochenende (5. und 6. Mai). „Wir zeigen in Osterode, dass umweltschonende Mobilität nicht nur in Ballungsräumen machbar ist“, so Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) nach einem Rundgang. Gemeinsam mit Dr. Hjalmar Schmidt vom regionalen Energieversorger Harz Energie nahm Becker die erste von zunächst zwei öffentlichen Ladesäulen in der Kreisstadt in Betrieb. An ihr können Nutzer von E-Fahrzeugen aller Art mit Strom aus regenerativen Energien „tanken“, die Kosten für die Ladungen trägt bis auf weiteres die Harz Energie. Auch Parkgebühren werden für die Fahrzeuge nicht verlangt.
Vielfältig war das Spektrum der ausgestellten Fahrzeuge. Es reichte vom Fahrrad mit Elektroantrieb, dem sogenannten Pedelec, bis zum Klein-Lkw. Besonders junge Leute haben die Elektroroller angesprochen. Präsentiert wurden auch „erwachsene“ E-Motorräder, die ein Osteroder Anbieter zum Beispiel für touristisches Erleben im Harz vermietet – ein in Deutschland bislang einmaliges Angebot. Auch über „Pkw mit Stromanschluss“ verschiedener Hersteller konnten sich die Besucher informieren. Für Gewerbebetriebe, aber auch Kommunen, kann ein batteriebetriebener Klein-Lkw interessant sein, der ebenfalls präsentiert wurde.
Die Stadt Osterode am Harz verfolgt seit Jahren konsequent das Ziel, die Umweltbelastung durch CO2 zu senken, zum Beispiel durch Pkw mit Erdgasbetrieb und klimaneutrale Heizsysteme. Sie ist zudem bereits im Juni 2011 für den gesamten öffentlichen Stromverbrauch auf regenerative Energien umgestiegen – eine Entscheidung, die nicht erst unter dem Eindruck von Fukushima getroffen wurde.