„Fairplay“ begeistert beim KVHS-Sommerfest

Das Duo „Fairplay“ begeisterte bereits zum zwölften Mal beim Sommerfest der Kreisvolkshochschule Osterode. (Foto: Bordfeld)

Zuschauer und Organisationsteam vom Verlauf der Feier hellauf begeistert

Heiko de Vries aus Windhausen schreibt über die Wahlwerbung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Bad Grund, die in der Ausgabe des „einBlick“ vom September 2011 auf Seite 11 zu lesen ist.
Die Wahlwerbung der FWG Bad Grund erinnert an Propaganda wie vor 60 Jahren. In dem monatlich erscheinenden regionalen Mitteilungsblatt „einBlick“ liest man erschütternde Aussagen, wie „keinen weiteren Ausbau der Bergstadt als Ort für Heimbewohner mit körperlich und seelisch behinderten Menschen. Jeder sechste Grundner Einwohner ist bereits ein Heimbewohner oder psychisch kranker Mensch.“ Ich denke nicht, dass das ein Ziel ist, was die Wähler und Wählerinnen mit ihren Stimmen unterstützen sollten!
Menschen mit Behinderung, ob körperlicher oder geistiger Art, sind Menschen, die in unsere Gesellschaft gehören. Trotz medizinischer Fortschritte werden Kinder mit offenem Rücken, taub oder blind geboren, erleiden Sauerstoffmangel während der Geburt oder Virusinfekte wie eine Hirnhautentzündung. Auch Kinderkrankheiten wie Windpocken, ein Schlaganfall oder ein Unfall können zu einer Behinderung führen.
Psychisch kranke Menschen gibt es überwiegend, weil unsere Gesellschaft sie dazu gemacht hat. Schlimme Erlebnisse, wie Missbrauch, Vergewaltigung, sozialschwache Familienverhältnisse und Arbeitslosigkeit können die Ursache sein. Diese Menschen benötigen die Unterstützung aller Mitmenschen, Familie, Freunde, Nachbarn, Vereine, Pflege- und Betreuungspersonal und einer geeigneten Wohneinrichtung. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Bad Grund gibt den Heimbewohnern nicht nur einen betreuten Wohnplatz, sondern auch einen Arbeitsplatz und Beschäftigungstherapie.
Außerdem bietet die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Bad Grund vielen Menschen unserer Samtgemeinde und näheren Umgebung einen Arbeitsplatz. Nicht zu vergessen, diese Menschen sind konsumierende Personen in den Geschäften vor Ort und erhöhen auch die Einwohnerzahl. Das Wichtigste für Menschen mit Behinderung ist der soziale Kontakt sowie das Gefühl zu haben, von der Gesellschaft akzeptiert und integriert zu werden.
Ich hätte nicht gedacht, dass das heute noch ein Problem für die Gesellschaft ist. Keiner von uns ist davor bewahrt, eine Behinderung, eine Krankheit zu bekommen und auf Hilfe Außenstehender angewiesen zu sein.
Eines ist in jedem Fall klar: Alle Menschen mit Behinderung sind vor allem lebens- und liebenswert und nicht zu diskriminieren!