Häusliche Gewalt nimmt zu

Stellten die Kriminalstatistik für den Altkreis Osterode vor (von links): Hans Werner Ingold, Andreas Nackunstz, Thomas Spieker und Frank-Rainer Ludewig (temporäre Vertretung von Thomas Spieker). (Foto: Niemann)

Anzeigen stiegen von 68 auf 92 Fälle / Polizeikommissariat Osterode stellte die Kriminalstatistik für 2016 vor

Einen deutlichen Anstieg von häuslicher Gewalt zeigt sich in der Kriminalstatistik, die das Polizeikommissariat Osterode im Rahmen eines Pressegesprächs vorstellte.

Waren es im Jahr 2015 noch 68 Fälle von häuslicher Gewalt, zeigt die Statistik für 2016 einen deutlichen Anstieg auf 92 Fälle. „Diese Entwicklung beobachten wir mit Sorge“, so der Leiter des Polizeikommissariats Osterode, Hans-Werner Ingold. Da könne man nur mutmaßen, ob es sich dabei um ein gesamtgesellschaftliches Phänomen handele, dass heute schneller statt mit Argumenten mit Fäusten gehandelt werde. Es könne aber auch an einem geänderten Anzeigeverhalten liegen, dass einfach öfter die Polizei gerufen werde. Dabei betonte Thomas Spieker (Leiter Kriminal- und Ermittlungsdienst), dass der Anstieg nicht mit den Flüchtlingen zusammenhänge, diese seien nicht auffälliger als die deutsche Bevölkerung.
Auch die Rohheitsdelikte, wie Körperverletzungen und Bedrohungen seien angestiegen, von 361 auf 396 Fälle. Insgesamt zeige die Entwicklung der Straftaten im Altkreis Osterode aber eine kontinuierliche Entwicklung mit leichtem Abstieg, auch wenn in 2016 mit 2.653 Fällen ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 66 Fälle vorliege. Mit einer Aufklärungsquote von knapp 70 Prozent läge man deutlich über dem Landesdurchschnitt.
In Herzberg liegen die Fallzahlen der vergangenen Jahre stetig zwischen 730 und 750, bei einer Aufklärungsquote von fast 70 Prozent. In Hattorf habe man einen deutlichen Rückgang der Straftaten verzeichnen können, bei gleichzeitiger Erhöhung der aufgeklärten Delikte. Lediglich in der Gemeinde Bad Grund müsse man eine gegenläufige Entwicklung feststellen. Hier stiegen die Fallzahlen von 286 in 2015 auf 330 im vergangenen Jahr. Auch hier beträgt die Aufklärungsquote rund 70 Prozent.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe des Beobachters vom 11. April 2017.