Herr Rabe und ein Elefant namens Peter

Auf Anregung ihres Enkelsohnes hat Monika Alke aus Förste das Kinderbuch geschrieben.

Dank ihres Enkelsohns hat Monika Alke aus Förste ein Buch geschrieben / Am 20. Februar liest sie im Seniorenheim Sander

Monika Alke, das Förster Mädchen, was Zettel jed welcher Art mit eigenen Notizen beschriftete und Poesiealben zwar an ihre Mitschüler weitergab, die verbliebenen leeren Seiten aber mit ihren Träumen füllte, ist erst vor zwei Jahren, im stolzen Alter von 70 Jahren, auf Anregung ihres Enkelkindes Luka dazu übergegangen, Kinderbücher zu schreiben.

Diese viele Jahrzehnte währende Pause begann mit ihrer Konfirmation. Das erste Jucken in den Schreibfingern tauchte allerdings schon am 6. Juni 1976 auf, als sie nach Norwegen fuhr, wo ihr Mann arbeitete, um dort einige Wochen Urlaub zu verbringen. Erst ein Schreibstift linderte den Juckreiz in der rechten Hand. Doch sie musste auch den Stift öfter liegen lassen, denn schließlich hatte sie mehr als nur so nebenbei auch noch einen Beruf. Bis 1979 war sie anfänglich insgesamt 21 Jahre für Essen auf Rädern auf Achse und später am Schreibtisch tätig. Trotzdem schaffte sie es, den Kollegen das eine oder andere Alltagserlebnis in poetischer Form zu präsentieren. Damit gelang es ihr immer wieder, den grauen Gewohnheitstrott etwas aufzufrischen. Als es dann für die Zivis hieß „Lebewohl“ zu sagen, hatte sie für jeden von ihnen, unter ihnen übrigens auch ein überaus bekannter Bassbauer, eine Abschiedsrede geschrieben, in der sie jedem Einzelnen einen Spiegel vorhielt und diese als Dankeschön überreichte.
Als sie viele Jahre später damit begann, ihrem Enkelsohn Luka die eine oder andere Kindergeschichte vorzulesen, fragte dieser seine Oma, warum sie noch kein Buch herausgegeben hat. Und er machte ihr zur Aufgabe, dies so schnell wie möglich zu tun.
Monika Alke schüttelte erst einmal den Kopf. Doch als auch Freunde den Wunsch des Enkelkindes befürworteten, wurde daraus ein Nicken. Ein Freund verriet ihr Name und Adresse einer Lektorin aus Paderborn. Die Försterin rief dort an und hatte mit Maria Bödecker eine überzeugte Mitstreiterin gefunden.
So stellte die Hobbyschriftstellerin sofort ihre Schubladen auf den Kopf, um die schönsten Geschichten in die Computertasten zu „hämmern“ und die fertigen Produkte auf E-Mail-Reisen zu schicken. Das erste Buch „Meine schönsten Kindergeschichten“ kam letztes Jahr auf den Markt und fand schnell interessierte Leser, die nicht unbedingt noch in den Kinderschuhen steckten.
Weil viele Einrichtungen wissen wollten, wer Monika Alke ist, wurde sie bereits nicht nur im Kreis Osterode, sondern auch weit über die Kreisgrenzen hinaus, zu Lesungen eingeladen. Ihre Autorinnenreise führte sie auch schon bis an die Ostsee. In der Grundschule von Edesheim standen der Autorin sogar Tränen in den Augen, weil die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse ein Autogramm von ihr haben wollten. In Hahnenklee sollte ihr klar werden, dass ihre Geschichte, die ihr das eigene Leben schrieb, auch Erwachsene in den Bann zieht. Deshalb wird sie am 20. Februar im Seniorenheim Sander in Bad Grund ihr Buch vorstellen.
Wer etwas über „Herrn Rabe“, den Elefanten namens Peter, die Bienenkönigin und deren Tochter, über dumme Jungen-Streiche, die kleine Apfelsine oder den „Wettlauf“ erfahren möchte, kann das Buch von Monika Alke mit zwölf zum Träumen einladenden Geschichten, entweder in der Bücherei Tilmann-Riemenschneider in Osterode, beim Lotto-Toto-Laden am Markt, bei Ulrike Kühne in Förste oder bei der Schriftstellerin selbst in Förste kaufen.