Hochsaison für Taschendiebe

Gerade in der Weihnachtszeit nutzen Diebe das Gedränge auf Märkten und in Fußgängerzonen um zuzuschlagen.

Der Osteroder Polizeioberkommissar Volker Hahn gibt Tipps wie man sich gegen Diebe schützen kann

In der Vorweihnachtszeit sind Einkäufe und Besuche auf den Advents- und Weihnachtsmärkten sehr beliebt. Doch gerade dort müssen die Menschen besonders auf der Hut sein. Taschendiebe betreiben ihr „Geschäft“ meist im Schutz von Menschenmengen oder Gedränge.

Ein schneller, geschickter Griff in die Oberbekleidung, in die Handtaschen oder den Rucksack und schon ist es geschehen.
Besonders auf Brieftaschen, Geldbörsen und natürlich auch auf Handys beziehungsweise Smartphones haben es die Diebe abgesehen.
Taschen- und Trickdiebe gehen meist in Teams von mindestens zwei Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie häufig ein vorhandenes beziehungsweise selbst verursachtes Gedränge aus oder lenken die Leute mit einem Vorwand ab. Einer rempelt das Opfer an, beschmutzt die Bekleidung oder möchte einen Gegenstand – zum Beispiel einen Tannenzweig – an die Bekleidung heften. In Geschäften wird nach Einkaufsartikeln gefragt, um die Aufmerksamkeit vom eigenen Einkaufswagen abzulenken, damit der zweite Täter unbemerkt damit um die Ecke verschwinden kann.
Häufig wird auch auf der Straße oder auf Plätzen nach dem Weg oder einer kleinen Spende gefragt – wie vor kurzem wieder im Landkreis Osterode am Harz geschehen. Dem Opfer wurde dabei durch Vorhalten eines Stadtplanes oder einer Unterschriftenliste die Sicht versperrt und somit die fehlende Aufmerksamkeit ausgenutzt. Diebe nutzen gerne solche Momente um ihre Beute unauffällig habhaft werden zu können.

Info

Tipps vom Präventions-Profi – So schützen Sie sich gegen Taschendiebstähle
1. Geld, Kontokarten, Handy, Schlüssel und Papiere in verschlossenen Innentaschen direkt am Körper tragen.
Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder so unter dem Arm geklemmt
tragen, dass kein Reißverschluss oder Seitenfach geöffnet werden kann.
2. In Rucksäcken nie Wertgegenstände mitführen.
3. Handtaschen auch im Restaurant, in Läden, im Kaufhaus (auch nicht bei der Anprobe von Schuhen oder
Bekleidung) nicht unbeobachtet/unbeaufsichtigt abstellen beziehungsweise ablegen.
4. Geldbörsen oder Handtaschen nie im oberen Bereich von Einkaufswagen, Einkaufskorb oder Einkaufstasche
lagern.
5. Bei Bahn- oder Busfahrten insbesondere in Türnähe nie Wertgegenstände wie beispielsweise Kameras,
MP3-Player oder Handy’s offen in der Hand halten oder auf den Sitz legen. (Ein Griff kurz vor der Abfahrt
und blitzschnell ausgestiegen – Täter weg und Geld auch!)
6. Brustbeutel oder feste Gürteltaschen werden gern als „altmodisch“ abgetan. Aber insbesondere beim Mitführen von größeren
Geldbeträgen oder der Kontokarten sind sie nach wie vor sehr zu empfehlen.
7. Nach einem Besuch bei einen Geldinstitut oder der Nutzung eines Geldautomaten besonders wachsam sein und das
abgehobene Geld nicht in einer Summe in der Handtasche verwahren.
8. Besondere Vorsicht auch vor aggressiven Bettlern und Spendensammlern – gerade und besonders nach dem Aufsuchen eines
Geldinstituts bzw. Geldautomaten. Derartige Situationen sprechen dafür, dass man beim Geldabheben beobachtet wurde.