Internationale Freundschaften am Küchentisch

AFS und Landrat Reuter suchen Gasteltern ab Februar

Osterode (bo). Wer sich für andere Kulturen interessiert und weltweite Freundschaften im eigenen Zuhause schließen möchte, kann sich jetzt als Gastfamilie für einen internationalen Austauschschüler bewerben. Mit der Unterstützung von Landrat Bernhard Reuter sucht AFS Interkulturelle Begegnungen weltoffene Familien im Landkreis Osterode, die ab Februar einen Schüler aus einem anderen Land aufnehmen möchten.
Weltweite Kontakte, Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen und Offenheit gegenüber Neuem – das sind Eigenschaften, die heutzutage in vielen Lebensbereichen immer wichtiger werden und in die viel investiert wird. Eine Möglichkeit, diese Erfahrungen auf ganz besondere Art zu sammeln, bietet die Aufnahme eines internationalen Gastschülers im eigenen Zuhause. Auch Landrat Bernhard Reuter sieht darin ein große Chance für alle Beteiligten: „Das Zusammenleben mit einem Gastkind ermöglicht der ganzen Familie, eine andere Kultur auf sehr persönliche Weise im Alltag kennen zu lernen und zu verstehen. Jedes Familienmitglied gewinnt so ganz individuelle Einblicke in andere Lebensweisen und entdeckt durch die Augen des Gastkindes auch die eigenen Gewohnheiten neu. Eine einzigartige gemeinsame Erfahrung, aus der oft lebenslange Freundschaften in der ganzen Welt entstehen.“ Aus diesem Grund unterstützt Reuter in diesem Jahr die gemeinnützige Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. bei der Suche nach weltoffenen Familien.
Einer der 55 Jugendlichen, der für ein Schuljahr die Region entdecken möchten, ist Alejandro aus Kolumbien. Der musikalische und fußballbegeisterte 16-Jährige freut sich schon sehr darauf, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszufinden, die Sprache zu lernen und als richtiges Familienmitglied in den neuen Alltag einzutauchen. Gastfamilie kann fast jede Familie werden, auch Alleinerziehende und kinderlose Paare. Lust auf Neues, Offenheit, Geduld und ein freies Bett sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein schönes gemeinsames Jahr. Während des gesamten Aufenthalts werden die Gastfamilien und Austauschschüler von ehren- und hauptamtlichen AFS-Mitarbeitern in der Region betreut, die für alle Fragen und Belange ein offenes Ohr haben.
Interessierte Familien können sich ab sofort bei Dietmar Haarbeck im AFS-Regionalbüro Nord unter der Rufnummer (040) 399222-43 oder regionalbuero-nord@afs.org melden. Weitere Informationen zum AFS-Gastfamilienprogramm gibt es unter www.afs.de/gastfamilie.
Über AFS Interkulturelle Begegnungen:
Die deutsche Jugendaustauschorganisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch und dem Gastfamilienprogramm ermöglicht AFS (ehemals: „American Field Service“) die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. 2008 feierte AFS in Deutschland unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum.