„Jazz zwischen den Jahren“ mit Saratoga Seven

Wann? 29.12.2010 20:00 Uhr

Wo? Freiheiter Hof, Hauptstraße 9, 37520 Osterode am Harz DE
Die Braunschweiger Band Saratoga Seven zelebriert Jazz als Lebensart. (Foto: bo)
Osterode am Harz: Freiheiter Hof |

Am Mittwoch 29. Dezember geht es im Freiheiter Hof rund

Osterode (Da). Die Osteroder Jazzfreunde beschließen das Jazzjahr 2010 wieder mit der beliebten Veranstaltung „Jazz zwischen den Jahren“ am Mittwoch, 29. Dezember, im Freiheiter Hof; Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Zu Gast sein werden die „Saratoga Seven“ aus Braunschweig.
Die 1973 gegründete Saratoga Seven ist auch nach fast vier Jahrzehnten noch eine feste Größe der norddeutschen Dixieland-Szene. Die Besucher des Hoffestes der Braunschweiger Wolters-Brauerei beispielsweise wählten sie 2007 zur beliebtesten Oldtime-Jazzband der Region. Das sagt einiges zur Motivation und Begeisterungsfähigkeit der Musiker aus. Der Kontakt zum Publikum ist den Jazzmusikern aus dem Raum Braunschweig-Gifhorn-Wolfsburg das Wichtigste. Er beginnt bereits mit der informativen und oft launig-augenzwinkernden Moderation des abwechslungsreichen Repertoires.
Die Saratoga Seven Jazzband spielt die New Orleans-Musik und den Blues der Jazzbegründer wie Louis Armstrong und Kid Ory, oft im Stil der eigenen Vorbilder aus den 50er Jahren, Chris Barber oder der Dutch Swing College Band. „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“ lautet das Motto der Rhythmusgruppe, und die Bläser belohnen es mit fetzigem Kollektivspiel und feurigen, aber auch einfühlsamen Chorussen. Immer wieder stellen sich einzelne Musiker des Septetts in so genannten Features vor, Solo-Titeln, in denen sie mit ihren Instrumenten im Mittelpunkt stehen.
Drei Sänger sorgen dafür, dass Schlager aus Jazz-Revuen, der goldenen Swing-Zeit oder aus Filmen willkommene Kontraste zur Instrumentalmusik liefern. Sie reichen von der Benny-Goodman-Story bis zu Walt Disneys Dschungelbuch aus den 60er Jahren. Besonders diese lebendige Darstellung der Saratoga Seven Jazzband spricht viele Zuhörer an, die sich eigentlich nicht zu den klassischen Jazzfans zählen. Angelockt von Ohrwürmern wie dem „Tennessee Waltz“ oder „Sentimental Journey“ lauschen sie dann genau so interessiert dem „Wolverine Blues“ oder dem „High Society Rag“.
In den langen Jahren kam es immer wieder zu neuen Besetzungen, die Beständigkeit der Musik ging jedoch nie verloren. Immerhin sind noch zwei Urgesteine der ersten Formationen aktiv. Und sie erzählen gerne noch davon, wie es in den 1990er Jahren war, als die Braunschweiger in New Orleans auf der berühmten Bourbon Street und der für den Bandnamen verantwortlichen „Saratoga Street“ jazzten.
Karten gibt es im Vorverkauf an den bekannten Stellen.