Kirchenkreise im Harz haben am Sonntag fusioniert

Herzberg / Osterode (epd). Die evangelischen Kirchenkreise Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode im Harz haben sich in einem Gottesdienst am Sonntag in Herzberg offiziell zum neuen Kirchenkreis „Harzer Land“ zusammengeschlossen. „Niemand verlässt gern vertraute Strukturen und Gesprächspartnerschaften. Und niemals dürfen Strukturveränderungen Selbstzweck sein“, sagte der Hildesheimer Regionalbischof Eckhard Gorka in seiner Predigt. Die Veränderungen müssten immer dem Auftrag der Kirche dienen, Menschen zum christlichen Glauben zu ermutigen.
Der geeinte Kirchenkreis im evangelischen Sprengel Hildesheim-Göttingen umfasst 62.000 Kirchenmitglieder in 54 Gemeinden und reicht von Bad Sachsa bis Echte und von Duderstadt bis Hahnenklee. Für die Gemeindemitglieder werde sich nur wenig ändern, sagte Gorka. Für sie komme es darauf an, dass die Kirche weiter vor Ort sichtbar und erreichbar sei, und darauf zielten auch die neuen Strukturen.

Sitz des Kreises bleibt in Osterode

Volkmar Keil, der zuvor Superintendent des Kirchenkreises Herzberg war, hat jetzt das leitende Amt im neuen Kirchenkreis übernommen. Sitz des Kirchenkreises ist Osterode, wo auch das Kirchenkreisamt steht, hieß es. Keil werde von drei Stellvertretern aus den früheren Kirchenkreisen unterstützt. Auch zukünftig solle es drei Zentren geben, an denen kirchliche und diakonische Einrichtungen arbeiten. Keil sagte: „In der Zukunft wird es darum gehen, diesen neuen Kirchenkreis auch zu leben.“
Die Fusion war aufgrund eines neuen Beschlusses der hannoverschen Landeskirche nötig geworden, hieß es. Dieser sieht vor, dass Kirchenkreise zukünftig eine Mindestzahl von 45.000 Mitgliedern haben müssen.