Kreisfeuerwehrbereitschaften üben Zusammenarbeit

Der Fachzug III „Technische Hilfeleistung“ bei der Sicherung der Holzrückemaschine. (Foto: bo)

Insgesamt waren 297 Einsatzkräfte an den Übungen beteiligt

Osterode (bo). Die Kreisfeuerwehrbereitschaften Osterode und Goslar übten am 2. Juli mit den Feuerwehren der Stadt Herzberg die Zusammenarbeit. Im Bereich des Großen Knollen, so die Übungslage, war es aufgrund unbekannter Ursache zu einem Waldbrand gekommen. Da die Wasservorräte der Ortsfeuerwehr Scharzfeld, die als erste am Einsatzort eintraf, nicht ausreichten, um den Brand zu löschen, wurden neben den Ortsfeuerwehren der Stadt Herzberg die Fachzüge der Kreisfeuerwehrbereitschaften Osterode und Goslar nachgefordert.
Der Fachzug I „Wasserförderung“ der Kreisfeuerwehrbereitschaft Osterode richtete beim Schützenplatz in Scharzfeld eine Wasserentnahmestelle im Mühlengraben ein und pumpte das Löschwasser bis zu einem Faltbehälter im Tal. Dort wurden die Tanklöschfahrzeuge des Fachzugs II „Wassertransport“ gefüllt, die es anschließend zur circa vier Kilometer entfernten Einsatzstelle transportierten.
Die Fachzüge der Feuerwehrbereitschaft Goslar bekämpften das Feuer an der westlichen Seite von Sieber aus. Hierzu hatte die Feuerwehr Sieber eine Wasserentnahmestelle am Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet. Die Tanklöschfahrzeuge aus Goslar versorgten über die Fahrstraße zum Großen Knollen die dortigen Einsatzkräfte der anderen Züge mit Löschwasser.
Gleichzeitig übte der Fachzug V „Gefahrgut“ zusammen mit der Feuerwehr Herzberg an der Kläranlage in Scharzfeld. Dort war es bei Arbeiten an einem Großbehälter zu einer Leckage gekommen. Es mussten zwei Verletze mit der Drehleiter vom Faulturm sowie eine bewusstlose Person unter Vollschutz aus einem Schaltraum gerettet werden. Anschließen wurde das Leck von Einsatzkräften in Chemikalienschutzanzügen verschlossen.
An einem weiteren Einsatzort hatte der Fachzug III „Technische Hilfe“ es mit einer verunfallten Holzrückemaschine zu tun. Der Fahrer war mit seinem Arbeitsgerät im Wald verunglückt und musste mit schweren Rückenverletzungen patientenschonend aus seinem Fahrerhaus gerettet werden. Vorher galt es, die Maschine gegen Abrutschen am steilen Hang zu sichern.
Koordiniert wurden die unterschiedlichen Einsatzstellen vom Einsatzleitwagen des Landkreises Osterode, der Aufstellung auf dem Schützenplatz in Scharzfeld genommen hatte. Um die Funkverbindung im gesamten Bereich sicherzustellen, wurde von der Fernmeldegruppe eine Relaisstation auf dem Höhenzug des „Großen Knollen“ aufgebaut.
Im Anschluss an die Übung trafen sich alle Einsatzkräfte im Dorfgemeinschaftshaus Scharzfeld zum gemeinsamen Mittagessen. Dieses wurde von den Versorgungszügen aus Goslar und Osterode vorbereitet.
Eine besondere Herausforderung stellte das Wetter an diesem Tag dar. Entgegen der Übungssituation, die einen Waldbrand bei sehr trockener Witterung annahm, herrschten bei der Übung Dauerregen und Hochnebel vor. Die Waldwege konnten aufgrund der Feuchtigkeit nur sehr vorsichtig durch die Tanklöschfahrzeuge befahren werden.
Insgesamt waren 297 Einsatzkräfte an den Übungen beteiligt. Hiervon kamen 98 aus dem Landkreis Goslar, 134 von der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Osterode, sowie 65 von den Feuerwehren der Stadt Herzberg.