Kreisverwaltung sucht Gespräch mit Planern der Princess

Eigentümer will mit dem Umbau der ehemaligen Rommel-Kaserne durchstarten

Das Engagement des Schauspielers Til Schweiger für eine Flüchtlingseinrichtung in der ehemaligen Rommel-Kaserne (der „Beobachter” berichtete) habe den Planungen laut Wolfgang Koch, Geschäftsführer der Princess of Finkenwerder, neuen Schwung verliehen. „Wir gehen davon aus, dass wir kurzfristig in die Umsetzung gehen können”, so Koch.

Während der letzten Kreistagssitzung hatte der Erste Kreisrat Gero Geißlreiter bereits darauf hingewiesen, dass die Bauvoranfrage der Princess am 16. Juli eingegangen sei. Der Eingang wurde laut Siegfried Pfister (Innere Dienste) am 23. Juli bestätigt.
Pfister erklärte jedoch, dass die Anfrage so nicht beantwortet werden konnte, da die Fragen konkreter gestellt werden müssten. Die Verwaltung werde den Planern ein persönliches Gespräch anbieten. Hierbei gehe es um eine Nutzungsänderung von einer militärischen Anlage zu einer Einrichtung für soziale Zwecke. Dies sei, laut Pfister, baugenehmigungspflichtig und verlange Maßstäbe die mit einem Neubau vergleichbar seien.
Das Land kann die Flüchtlingsflut derzeit kaum bewältigen. Pfister zeigte sich verwundert, warum das Land das Verfahren deshalb nicht an sich zieht. Das würde die Prozedur vereinfachen. Die Princess of Finkenwerder muss jetzt in Vorleistung gehen und die baulichen Rahmenbedingungen zur Unterbringung der Flüchtlinge schaffen. Das wird jede Menge Geld kosten. Wolfgang Koch rechnet mit einer zweistelligen Millionensumme. An diesem Punkt könnte dann Til Schweiger ins Spiel kommen. Er sprach bereits von konkreten Ideen (der „Beobachter” berichtete) wie beispielsweise einer Sportanlage, Werkstätten und Angeboten für die Flüchtlingskinder.