Liberale plädieren für Harzfusion

Osterode (bo). Spitzenpolitiker der Landes-FDP wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode wie auch der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr, finden überzeugende Argumente für die Westharzkreislösung, also eine Fusion Osterode / Goslar. Bode sieht beispielsweise in der Initiative Zukunft Harz „ein gemeinsames erfolg­reiches Projekt der beiden Landkreise, das durch eine Südfusion nicht zerschlagen werden sollte.“ Man wolle zwar gemäß Koalitionsvereinbarung mit der CDU vor 2013 keinen Druck auf die Landkreise ausüben, aber gut vorstellbar sei die Harzkreislösung für die niedersächsischen Liberalen allemal. In gleichem Sinne äußerten sich noch einmal die Kreisliberalen auf ihrer Junisitzung und betonten, das Bürgerbegehren für die Harzlösung aktiv zu unterstützen. Die BI „ Für Osterode“ stelle fundierte Hintergrundinformationen dazu ins Internet, auf die alle Bürger zurückgreifen könnten, zuletzt die Ausräumung von Befürchtungen vonseiten der Kreishandwerkerschaft zu einer Harzkreisfusion. Der Bürger müsse und solle nach liberalem Verständnis das letzte Wort haben. Die Kreisvorsitzende hat sich aktuell mit einem Brief an Wirtschaftsminister Jörg Bode gewandt, in der sie ihn im Namen des Kreisvorstandes bittet, den Harzer Tourismusverband bei seiner Werbetat den übrigen niedersächsischen Tourismusverbänden gleichzustellen. Sie erinnerte dabei an die Bemerkung von Holger Zastrow, FDP-Landesvorsitzender von Sachsen, der auf der letzten Kreismitgliederversammlung Anfang Juni in Bad Lauterberg verwundert gefragt hatte: „Wieso gibt es eigentlich in Sachsen keinerlei Werbung für den Westharz, in den großen Städten wie Dresden, Leipzig, Halle?“
Die nächste Veranstaltung der Kreisliberalen findet mit Frank Schäffler - MDB und Mitglied der FDP im Finanzausschuss des Bundestages - am 3. September in Osterode, Harzer Hof statt und zwar zum Thema „Europa und der Euro“. Dazu sind auch am Thema interessierte Bürger eingeladen.