Original Egerländer Musikanten werden Erwartungen gerecht

Fantastisch. Die Original Egerland Musikanten brachten die Stadthalle zum Kochen. (Foto: Voß)

Musiker um Wilfried Schröer setzen Ernst Mosch ein Denkmal in der Stadthalle

Osterode (GWV). Die Nachricht, dass die „Original Egerland Musikanten“ in der Stadthalle Osterode auftreten und Melodien des bis heute beliebten Ernst Mosch spielen, ließ viele Fans schon Wochen vor dem Konzert in Vorfreude schwelgen.
400 Besucher pilgerten letztlich in die Stadthalle, um ein dreistündiges Konzert der Extraklasse zu erleben. Die Besucher wurden mit handgemachter böhmischer Blasmusik in einen musikalischen Ausnahmezustand versetzt. Das Orchester knüpfte an die musikalischen Leistungen ihres großen Vorbildes, Ernst Mosch, an. Ernst Mosch verstarb plötzlich und unerwartet im Jahr 1999 und hinterließ eine kaum zu schließende Lücke.
Doch schon im Jahr 2002 hatte sich die Kapelle neu formiert. Wilfried Schröer und sein Sohn Markus gründete eine Blaskapelle mit dem Ziel, den unverwechselbaren Klang von Ernst Mosch am Leben zu erhalten und seinem Werk zu Gedenken.
Zu Beginn des Konzertes intonierte die Blaskapelle das Stück „Pfeffer und Salz“, es folgte der „Egerländer Musikantenmarsch“, der nicht nur beim Publikum für Beifallsstürme sorgte, sondern auch die Hitlisten der Volksmusik aufmischte.
Die Melodien „Rauschende Birken“, „Böhmerwald“, „Kinderaugen“ und „Egerländer Heimatland“ folgten. Beim „Dessauer Marsch“ verzauberte der Trompeter Bendikt Knieke das Publikum mit seinem Trompetensolo. Weitere Trompetensoli waren von Benjamin Selle und Andreas Scholz bei dem Stück „Die kleine Bergkirche“ (Avemaria) zu hören. Besonders zu überzeugen wußte das Gesangsduo Lilo Kowalke und Arno Fuhr, die mit ihren Stimmen die gefühlvollen Passagen ausfüllten.
In der Pause, die etwas länger dauerte als vorgesehen, musste ein Mitglied des Orchesters notärztlich versorgt werden. Nach diesem tragischen Vorfall zeigten die Musiker um Wilfried Schröer ihr wahres Steh- beziehungsweise Blasvermögen und ließen die Trompeten und Posaunen bis nach 23 Uhr erklingen. Das Publikum belohnte diesen Einsatz mit tosendem Applaus und forderten diverse Zugaben ein. Insgesamt hinterließen die Egerländer Musikanten einen exzellenten Eindruck.