Oxfam-Läufer machen sich warm

Von Wildemann ging es für die Trainings-Teilnehmer zurück nach Osterode. (Foto: Kluge)

Trainingsstrecke umfasst etwa 33 Kilometer / Bereits 120 Teams für Spendenlauf gemeldet

Von Camillo Kluge, Osterode

Recht zufrieden schaute Nina Haeming drein. Kein Wunder, konnte die Team- Koordinatorin des Oxfam Deutschland Trailwalker doch fast 100 Personen zum Auftakt des Trainingswochenendes am Bergstadthaus in Wildemann begrüßen, „eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr“, wie Haeming sagte. Dazu lachte die Sonne vom Himmel, alles bereit für einen schönen Wandertag im Harz.
Per Bus waren die Teilnehmer von der Bleichestelle in Osterode nach Wildemann gefahren worden. Denn zum Training auf das Spektakel am 8. und 9. September, für das bereits jetzt 120 Teams gemeldet haben, gab es keinen Rundkurs, sondern es wurden die etwa 33 Kilometer nach Osterode zurück gelaufen. Integriert waren aber auch hier Pausen. Am Prinzenteich und am Campingplatz Prahljust waren kleine Pausen gedacht und wenige Kilometer vor dem Ende gab es am Eselplatz in Lerbach noch einen kleinen Grillnachmittag. Da wurden dann auch schon eifrig Meinungen über Schuhe und Hosen, Strecke und Landschaft ausgetauscht.
Eine langsame Annäherung an die 100 Kilometer in 30 Stunden mit einem Team hat Conny Raguse betrieben. Beim ersten Oxfam im Harz war sie als Helfer im Einsatz. „Letztes Jahr war ich Supporter und dieses Jahr laufe ich eben mit“, sagt sie. Ihre Kollegin Nicole Hein aus dem Team „Mit freundlichen Füßen“, das in unterschiedlichen Besetzungen jetzt zum dritten Mal startet, formuliert auch gleich das Mannschaftsziel der Osteroder Truppe: „Gesund und fröhlich das Ziel erreichen.“
Etwas konkretere Ambitionen hat sich Gabriele Lader gesteckt. Sie startet bereits zum zweiten Mal für das Team GLC/Globetrotter. „Im letzten Jahr haben wir 20 Stunden und elf Minuten gebraucht“, erinnert sie sich genau. Kein Wunder, dass ihr Wunsch für den Morgen des 9. September lautet, „unter 20 Stunden ins Ziel kommen.“ Mit ihrer Kollegin Annika Düllick schnürt sie regelmäßig die Wanderschuhe, die beiden Mitstreiter, die für Partner „Globetrotter“ an den Start gehen, „kennen wir noch nicht, aber die haben immer fitte Leute“, weiß Lader.
Nicht nur „4TheNextGeneration“, sondern selbst ein Frischling in Sachen Oxfam Trailwalker ist Christian Müller aus Walkenried. Den Marsch hat er zwar noch nie mitgemacht, Angst vor den 100 Kilometern hat er dennoch keine. Sportlich und trittsicher ist er nämlich, denn neben dem Mountainbike streift er regelmäßig durch die Wälder und übt sich im „Trailrunning“. „Zwischen zehn und 20 Kilometer sind da die Strecken lang“, verrät er.
Viele Wanderer hatten sich zusätzliche Verstärkung mitgebracht. Hunde aller Größen und Arten liefen ruhig und brav mit Herrchen und Frauchen die Strecke ab. „Der läuft sie eigentlich doppelt“, deutete eine Wanderin auf ihren kleinen Wildfang, „weil er ja immer hin und her rennt.“ Und auch für Nina Haeming bedeutete die Strecke keine Schwierigkeit, weder vom Ablauf des Trainingswochenendes, noch vom selbst mitgehen. Der Trailwalker in Deutschland ist ihr bislang zum Mitlaufen zwar verwehrt geblieben, denn „einer muss ja auch die Organisation machen“, wie sie Augen zwinkernd sagt. Doch gibt es ja weltweit noch ein paar andere. „Den in England bin ich mitgegangen“, sagt sie.
Das Team „Wildemann kommt immer an“ war auf seiner Hausstrecke zwar verhindert, machte aber Werbung in eigener Sache. Am 16. Juni richten sie ein zum „Laufen für den guten Zweck“. Über fünf, 14 und 21 Kilometer bieten sie am 16. Juni Läufe für Jedermann an. Start ist kos­tenlos, das reichhaltige Speisen- und Getränkeangebot soll ein paar Euro einbringen, die den Oxfam-Projekten zugute kommen sollen.