Stabiler Trend auf dem Arbeitsmarkt

Im Landkreis Osterode entwickelte sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr sehr positiv. Der Rückgang der Arbeitslosenquote ist beachtlich. (Foto: Archivfoto: Strache)

6.565 Personen im Landkreis bekommen Hartz IV / Arbeitslosenzahl liegt bei 3.434 Personen

Osterode (bo). Nach den aktuellen Zahlen der von der Bundesagentur für Arbeit verwalteten Arbeitsmarktstatistik gibt es im Bereich der Arbeitsagentur Göttingen und der Geschäftsstelle Oste­rode weiterhin einen stabilen Arbeitsmarkt mit einem positiven Trend. Zwar ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen, jedoch deutlich geringer als in den Jahren zuvor. Für den Landkreis Osterode am Harz wird für den Monat Dezember ein Bestand von 3.434 Arbeitslosen vermeldet. Ers­ter Kreisrat Gero Geißlreiter weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die statistische Abbildung der Arbeitslosigkeit und deren Entwicklung aber nur einen geringen Aussagewert hinsichtlich der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Empfängerinnen und Empfänger des Arbeitslosengeldes, vor allem des Arbeitslosengeldes II, habe.
Für die Leistungsberechtigten des Arbeitslosengeldes II sei der Landkreis Osterode am Harz mit seinem Jobcenter zuständig. Die Zahl der Personen mit Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“) belaufe sich aktuell auf 6.565 Personen. Davon seien über 4.800 Personen im erwerbsfähigen Alter. „Der Zahl der Personen, die im Leistungsbezug des SGB II stehen, muss daher wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden“, so Geißlreiter, und weiter: „Wirtschaft und Politik müssen noch mehr als bisher die Belange der Personen im Blick haben, die seit mehr als zwei Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen sind“. Der Landkreis Osterode am Harz berücksichtige mit der Arbeit seines Jobcenters bereits seit Jahren diesen auch gesellschaftspolitisch wichtigen Ansatz. Das werde auch dadurch deutlich, dass die Zahl der Bezieher von Hartz IV-Leistungen gegenüber dem Vorjahresmonat beim Landkreis Osterode am Harz im Vergleich mit den Nachbarlandkreisen stärker zurückgegangen sei – während der Rückgang beim Landkreis Göttingen 7,4 Prozent, beim Landkreis Northeim 7,9 Prozent und beim Landkreis Goslar 3,8 Prozent betrage, sei die Zahl beim Landkreis Osterode am Harz um 9,5 Prozent gesunken.
Fachbereichsleiter Holger Ahrens erklärt in diesem Zusammenhang ergänzend, dass mit der Arbeitslosenstatistik weder die soziale noch die wirtschaftliche Betroffenheit von erwerbstätigen Menschen und damit auch nicht alle Probleme des Arbeitsmarktes angemessen dargestellt würden. Es befinde sich leider eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen im Leistungsbezug des Jobcenters, die einer Erwerbstätigkeit auch in Vollzeit nachgingen. Diese Personen würden nicht von der Arbeitslosenstatistik und auch nicht von den Wertungen zur Lage am Arbeitsmarkt erfasst, obwohl auch sie sich in einer sozialen und persönlichen Notlage befänden. Das Jobcenter werde in seiner Berichterstattung vor allem mit den neuen Quartalsberichten ausführlich auch auf diese Umstände eingehen, so Ahrens’ Ankündigung.