Steigende Resonanz bei Mahnwachen

Es soll auf den undemokratischen Ausschluss der Opposition hingewiesen werden.

Am Montag fand bereits die zweite Demonstration vor dem Kreishaus statt

Da alle Oppositionsparteien im Kreistag Osterode an den Fusionsgesprächen mit Göttingen und Northeim nicht teilnehmen dürfen und keine detaillierten Protokolle über die Fusionsgespräche gefertigt werden, ist eine Kontrolle durch die Opposition im Kreistag nicht möglich. Aus diesen Gründen lädt die Bürgerinitiative „Für Osterode“ jeden Montag um 19 Uhr am Kreishaus zur Mahnwache ein.
Nach dem Auftakt am 1. Oktober, steigt die Resonanz. „Es werden immer mehr, die gemeinsam für mehr Demokratie und Transparenz in den Fusionsverhandlungen der Landkreise demonstrieren. Heute abend konnten wir schon etwa 60 Teilnehmer willkommen heißen, um vor dem Kreishaus mit unserer Mahnwache auf die Ausschaltung der Oppositionsparteien hinzuweisen“, teilt Bernd Hausmann von der Bürgerinitiative „Für Osterode“ am Montag freudig mit. Und weiter: „Die SPD/Grüne-Mehrheit im Kreistag hatte beschlossen, keine Vertreter der Oppositionsparteien zu den weiteren Fusionsverhandlungen mit NOM und GÖ zuzulassen sowie keine Protokolle von den Gesprächen zu fertigen.“
Aber auch inhaltlich zeigt die Bürgerinitiative Flagge: Auf Transparenten wie „Feuerwehren: Jetzt brennt's richtig“ oder „Kompetenzzentren – Droht uns ein Berufsschulchaos?“ wiesen die Demonstranten auf die vielen ungeklärten Fragen eines Großkreises hin. „Nach wie vor ist nicht klar, wie uns eine Fusion mit dem Landkreis Göttingen voran bringen sollte. Die Entschuldungshilfe gibt es in gleicher Höhe bei einer Fusion mit Goslar. Und sobald die Bürgerinitiative erkannte Probleme benennt, stellen sich die Verantwortlichen taub. So funktioniert das nicht mit einer Fusion, die die Bürger einbeziehen soll“, mahnt Jon Döring von der Bürgerinitiative.