Mobilcom-debitel versendet unbestellt SIM-Karten

Verbraucherzentrale rät: Angebot nicht annehmen

Osterode (bo). Mit dreisten Verkaufsmethoden versuchen Geschäftsleute immer wieder, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Derzeit häufen sich bei der Verbraucherzentrale Anfragen von Verbrauchern, die eine „o.tel.o-Prepaid-Karte“ von Mobilcom-debitel aus Erfurt zugesandt bekommen haben. Dies erfolgte ohne vorherige Bestellung. Die Empfänger bestätigten gegenüber der Verbraucherzentrale Niedersachsen glaubhaft, weder Kontakt zu der Firma aufgenommen noch einen Anruf erhalten zu haben.
Ilsemarie Nießen von der Verbraucherzentrale Osterode: „Verbraucher können ganz beruhigt sein, denn allein durch die Zusendung unbestellter Ware entsteht kein Vertrag zwischen dem Unternehmen und dem vermeintlichen Kunden“. Verbraucher sollten auf keinen Fall auf das Angebot eingehen und die SIM-Karte verwenden und auch nicht die angegebene kostenpflichtige 0900er-Nummer anwählen. Weil gerade kein Vertrag wirksam geworden ist, braucht auch niemand die Karte und mögliche Folgekosten zahlen. Beraterin Nießen: „Wir kritisieren diese Absatzstrategie, weil versucht wird, mit solchen fragwürdigen Vertriebsmethoden ahnungslosen Menschen ungewollt Verträge unterzujubeln“. Betroffene sollten deshalb gegenüber Mobilcom-debitel deutlich machen, dass die SIM-Karte unbestellt ist und auch kein Vertrag besteht. Dies sollte schriftlich per Einschreiben mit Rückschein an das Unternehmen in Büdelsdorf erfolgen. Bei weiteren Fragen hilft die Osteroder Beratungsstelle, Rollberg 3, zu ihren Öffnungszeiten: montags, dienstags und donnerstags, 9 bis 13 Uhr sowie montags und dienstags von 16 bis 18 Uhr.