Hechtsprung und Rolle im Staffellauf bringen keinen Erfolg

An den Norddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten U20 in Berlin nahmen auch vier Jugendliche der LG Altes Amt teil

Berlin / Altes Amt (bo). Am Wochenende fanden in Berlin-Lichterfelde die Norddeutschen Meisterschaften für die Leichtathleten der Jugend U20 statt. Mit dabei waren vier Jugendliche der LG Altes Amt, die ihrem Trainer Volker Denecke, der extra seinen Urlaub unterbrochen hatte, am Sonnabend ein Wechselbad der Gefühle bescherten.
Im anfänglichen 100 Meter-Lauf starteten Jan-Gideon Stockhusen, Sven Schumacher und Christoph-Rene Bruns. Trotz guter persönlicher Laufzeiten von 12,03 für Stockhusen und 12,16 Sekunden für Schumacher reichte es nicht für den Einzug in den Zwischenlauf. Nur Bruns erreichte mit der sechstbesten Zeit (11,55 Sekunden) von 26 Teilnehmern sicher den Zwischenlauf und hoffte auf den Einzug ins Finale. Er konnte dann seine Zeit im Zwischenlauf aber nicht verbessern, so dass letztendlich der neunte Platz für ihn blieb, mit dem er aber zufrieden sein kann.
Dann begann der nervenaufreibende Teil des Tages. Sven Schumacher verletzte sich beim Hochsprung bereits bei seinem ersten Sprung über die Höhe von 1,75 Meter am Fuß. Trotz dieser Verletzung absolvierte er noch seinen zweiten und dritten Versuch, riss die Latte aber aufgrund seiner Schmerzen.
Fraglich war danach auch sein Start in der 4x100-Meter-Staffel. Vereinskamerad Niklas Klügel war extra wegen der Teilnahme an der Staffel nach Berlin gereist. Sven wollte es versuchen, biss die Zähne zusammen und humpelte zu seinem Wechselpunkt auf der Laufbahn. Die Erleichterung des Trainers und der mitgereisten Unterstützer war groß; die Staffel konnte laufen.
Die Freude währte allerdings nur kurz. Niklas Klügel als erster Läufer kam zwar wie immer gut aus dem Start, bei der Staffelübergabe zu seinem Vereinskamerad Christoph-Rene Bruns lief dieser aber zu früh los, so dass Niklas ihn eigentlich nicht mehr erreichen konnte. Als aktiver Torwart des FC Auetal wusste er sich aber zu helfen. Mit einem sehenswert weiten Hechtsprung und anschließender Rolle auf der Laufbahn drückte er Christoph noch den Staffelstab in die Hand. Doch zu spät, der Wechsel erfolgte 0,5 Meter hinter der Wechsellinie. Christoph (wunderte sich über die Geräusche hinter sich), Jan-Gideon Stockhusen und Sven Schumacher liefen die Staffel zwar noch ins Ziel, wurden aber wegen des ersten Wechsels disqualifiziert. Der Abend endete dann für Sven wegen seines Fußes in der Charité in Berlin.
Am zweiten Tag liefen dann nur noch Bruns und Stockhusen die 200 Meter, machten sich allerdings keine Hoffnungen auf den Endlauf. Mit einem 17. Platz für Stockhusen und einem 10. Platz für Bruns waren sie nicht unzufrieden, obwohl für Bruns eine bessere Platzierung durchaus im Bereich des Möglichen lag. Er hatte aber etwas Pech, dass gerade in seinem Lauf Gegenwind herrschte.