Jugendwehr hat viele Austritte zu verkraften

Ein Bild aus besseren Zeiten. Im Jahr 2012 siegte die Jugendfeuerwehr Ostlutter mit einer hervorragenden Leistung beim Kreisorientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren in Oker.

Demografischer Wandel zwingt Verantwortliche in Ostlutter neue Wege einzuschlagen

Ein spannendes aber auch schwieriges Jahr liegt hinter der Jugendfeuerwehr Ostlutter, die in den abgelaufenen zwölf Monaten zahlreiche personelle Veränderungen verkraften musste. Dies geht aus dem Tätigkeitsbericht hervor, den Ostlutters Jugendwartin und neu ins Amt gewählte stellvertretende Ortsbrandmeisterin Christiane Dill im Zuge der Jahreshauptversammlung (der „Beobachter“ berichtete) ablegte.

Demnach musste die Jugendabteilung zwölf Abgänge verzeichnen, die leider nicht vollständig kompensiert werden konnten. Sieben davon gehen auf persönliche Gründe zurück, da die Jugendlichen keine Lust mehr auf eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr hatten beziehungsweise andere Interessen einem weiteren Engagement im Wege standen. Fünf Jugendliche haben den Ostlutteraner Brandschützern den Rücken gekehrt und sind der neugegründeten Jugendfeuerwehr in Lutter beigetreten. Glücklicherweise konnten Dill und ihr Team aber auch sechs neue Mitglieder in ihrem Team begrüßen, zu gleichen Teilen Mädchen und Jungen. Somit bringt es die Jugendabteilung aktuell noch auf zehn Mitglieder, wobei schon im April mit weiteren Verlusten gerechnet werden muss. Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt gegenwärtig 13,36 Jahre und bewegt sich damit auf dem Vorjahresniveau.
Da der überall um sich greifende demografische Wandel natürlich auch vor den Jugendwehren keinen Halt macht, haben sich die Feuerwehren aus Alt Wallmoden und Ostlutter dazu entschieden, eine „dienstliche“ Fusion miteinander einzugehen. Somit werden die Dienste der beiden Jugendfeuerwehren zusammengelegt, damit zumindest die Teilnahme an Wettkämpfen und Orientierungsmärschen gewährleistet ist.
„Nun“, so der deutliche Appell von Jugendwartin Dill an die Versammlung, „liegt es auch an euch unsere Jugendwehr tatkräftig zu unterstützen, damit wir im Jahr 2018 unser 40-jähriges Bestehen feiern können.“
Im weiteren Verlauf ihres Berichtes blickte Dill noch auf insgesamt 38 Dienstabende mit dem Hinweis zurück, dass die Beteiligung im zweiten Halbjahr „saumäßig“ war. Christiane Dill selber hat neben den Dienstabenden noch an rund 25 Sitzungen auf Kreis-, Gemeinde- und Ortsebene teilgenommen. Somit hat die Jugendwartin rund 200 Stunden in die Organisation der Jugendwehr gesteckt.
Neben dem theoretischen und praktischen Unterricht kam 2014 natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. So nahm die Jugendwehr im Mai an der Festplatzrallye anlässlich des Feuerwehrfestes in Bredelem teil und beteiligte sich überdies am Kreisorientierungsmarsch in Vienenburg, wo die Ostlutteraner Jugendfeuerwehr von 33 teilnehmenden Gruppen den 18. Platz belegte.
Selbstverständlich unterstützte die Jugendfeuerwehr auch das Fest zum 100. Jubiläum im Juni vergangenen Jahres.
Die Teilnahme am Zeltlager am Tankumsee musste aufgrund geringer Resonanz entfallen.
Zum Abschluss ihres Berichts sagte Dill, dass es schön wäre, wenn sich noch einige Mitglieder aus der aktiven Wehr bereit erklären würden, als Betreuer zu fungieren, um in Ausnahmefällen die Gestaltung der Dienstabende oder anderer Veranstaltungen zu übernehmen.