Nachwuchsbrandschützer aus Ostlutter siegen

Parcours mit verbundenen Augen beim THW: Hier war gegenseitiges Vertrauen gefragt.
 
Welche Früchte gehören zu welchem Baum? An der dritten Station schlug die Stunde der Naturfreunde.

Kreisorientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren in Oker / An sieben Stationen Können unter Beweis gestellt

Die Jugendfeuerwehr Oker hatte jetzt anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens den Orientierungsmarsch der Kreisjugendfeuerwehr Goslar ausgerichtet. Insgesamt nahmen 27 Gruppen daran teil, darunter natürlich auch Gruppen aus dem Stadtgebiet Seesen und der Samtgemeinde Lutter am Barenberge. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die jungen Brandschützer aus Ostlutter landeten ganz oben auf dem Siegertreppchen und verwiesen die Gruppe Ildehausen 1 und eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Preetz aus Schleswig-Holstein auf die Plätze zwei und drei.
Dieser Orientierungsmarsch sollte ein besonderer werden. So wurde denn auch nur eine Station von der Feuerwehr besetzt und alle anderen von verschiedenen Organisationen und Institutionen. An insgesamt sieben Stationen wurde nicht die übliche Feuerwehrtechnik abverlangt, sondern jede Menge Teamgeist, Geschicklichkeit und Allgemeinwissen.
An der ersten Station erwartete die Polizeiinspektion Goslar die Jugendlichen, die in einer Staffel – sechs Jugendliche und ein Betreuer – antraten. Es galt, einen Ball treffsicher zu werfen und einige Fragen zur Zivilcourage zu beantworten. Blindes Vertrauen und Absprache waren an der zweiten Station gefragt, denn dort hatte das THW Goslar einen Parcours aufgebaut. Durch diesen sollte mit verbundenen Augen ein Bobbycar gesteuert werden. Gefahren werden konnte also nur auf Zuruf eines anderen Jugendlichen. Für Naturfreunde war Anlaufpunkt Nummer drei genau das Richtige. Forstwirtschaftsmeister Hans-Peter Reimann hatte um die korrekte Zuordnung von Früchten und Nüssen zu den vorzufindenden Ästen gebeten. Der Biologieunterricht hatte sich bei vielen wirklich gelohnt.
Ein Quiz hatte das Jugendrotkreuz Goslar vorbereitet. Hier war das Allgemeinwissen gefragt. Fragen rund um die Presse sollten an anderer Stelle beantwortet werden. Die DLRG betreute Station Nummer sechs. Einen Rettungsball in ein vorgegebenes Ziel zu werfen wird ja nicht so schwierig sein, dachten sich die meisten Jugendlichen vor der Aufgabe. Hier stach die Jugendfeuerwehr Preetz aus Schleswig-Holstein als treffsicher hervor. Die andere Hälfte der Gruppe wurde zum Thema „Baderegeln“ befragt.
Zum Schluss erwartete die Werkfeuerwehr H. C. Starck die Jugendlichen. Aufgaben rund um gefährliche Stoffe galt es zu beantworten. So war das Erkennen von Warnschildern, das Ermitteln eines Fass­füllstandes mittels Wärmebildkamera und das Ausfüllen eines Fragebogens gefordert. Trotz der eher geringen Ausbildung zum Thema Gefahrgut der Jugendlichen waren die Kameraden der Werkfeuerwehr zufrieden mit den Ergebnissen. Wieder an der Feuerwache in Oker angekommen, konnten sich die Jugendlichen erst einmal stärken und ihre restliche Energie im XXL-Kicker aufbrauchen.
Zur Siegerehrung konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Jürgen Hage zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky, Tim Meißner (Fachdienstleiter Feuerwehr der Stadt Goslar) sowie Martin Schrader (Schrader Brandschutz) und Regine Körner in Vertretung von Landrat Stephan Manke. Hage bedankte sich bei den Organisatoren. Einen solchen Orientierungsmarsch habe er schon lange nicht mehr erlebt. Die Grußworte des Oberbürgermeisters Dr. Oliver Junk, der selbst nicht vor Ort sein konnte, überbrachte Tim Meißner. Auch Ortsbrandmeister Bernd Aßmann dankte nochmals allen Beteiligten, vor allem denen an den verschiedenen Stationen, für die Hilfe bei der Ausrichtung des Marsches.