Ziemlich nah am Original

Die AC/DC-Coverband „Sex in Progress“ sorgten zum Auftakt des Ostlutteraner Feuerwehrjubiläums mit einer amtlichen Rockshow für einen stimmungsvollen Abend.

Feuerwehr Ostlutter eröffnet dreitägige Jubiläumsfeier am Freitagabend mit einem amtlichen Rockkonzert

Eigentlich erwartet man zum Auftakt eines Feuerwehrfestes auf dem Dorf die Musik einer Blaskapelle, die mit mehr oder weniger schmissigen Melodien für Unterhaltung sorgen soll. Die Feuerwehr Ostlutter wählte am Freitagabend anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Wehr einen erfrischend anderen Weg, was zu großen Teilen wohl auch dem persönlichen Musikgeschmack von Ortsbrandmeister Marcus Golis geschuldet sein dürfte.
Im großen Festzelt in der Nähe des Försterteiches sorgte nämlich die AC/DC-Coverband „Sex in Progress“ für einen Abend mit feinstem Rock 'N' Roll. Die Gäste goutierten diesen Weg des Festauftaktes nicht nur durch ihr zahlreiches Erscheinen, sondern auch mit einer ausgelassenen und friedlichen Partystimmung.
Die fünfköpfige Band um Sänger Ulli Duerkop („Big Jack“) und Leadgitarrist Michael Falk, der stilecht in einer Schuluniform über die Bühne fegte, bot eine Covershow, die sehr nah an das Vorbild ihrer Idole reichte.
Während Sänger Duerkop zu Beginn des Konzertes mit einem Motorrad durch die Zuschauerreihen vor die Bühne chauffiert wurde und Gitarrist Michael Falk in bester „Angus Young-Manier“ auf selbige stürmte, hatte sich die Rhytmusgruppe bestehend aus Drummer Philip Hansmann, Rhythmusgitarrist Andy Schmucker und Bassist Michael Bätge schon auf ihre Positionen begeben und hielt sich, wie von einer echten AC/DC-Show gewohnt, lässig im Hintergrund. Die drei bildeten dabei aber nichts weniger als das Grundgerüst für eine amtliche Rockshow.
Das Publikum im Festzelt hielt sich zu Beginn der Show noch etwas zurück und bot Sänger Duerkop und Gitarrist Falk dadurch ausreichend Platz um auch den Zuschauerraum als Bühne zu nutzen. Nur einige Partygäste, es handelte sich dabei ausschließlich um Frauen, konnten ihre Tanzlust schon beim ersten Akkord nicht mehr bändigen und ließen ihrer Leidenschaft freien Lauf.
Von Song zu Song wuchs aber auch die Begeisterung in den hinteren Reihen, so dass spätestens bei Klassikern wie „Hard As A Rock“ oder „Back In Black“ die Stimmung brodelte. Als besonderes I-Tüpfelchen hatte „Sex in Progress“ an diesem Abend auch zwei Dudelsackspieler im Gepäck, die unter anderem bei der Rockhymne „It's a long way to the top“ die Band ergänzten und somit noch eine weitere Portion Originalität beisteuerten. Das Konzert, gespickt mit nahezu allen Hits der australischen Rockmonster, dauerte bis kurz vor Mitternacht und ließ am Ende keine Wünsche offen.
Im Vorfeld, sozusagen als Warm-Up für das Konzert, hatte übrigens Ortsbrandmeister Marcus Golis vom Mischpult aus für den richtigen Sound gesorgt.
Am Sonnabend wurde das Fest mit dem Gang zum Ehrenmal, einem Kindernachmittag und dem großen Festkommers fortgesetzt. Am Sonntag folgten dann der große Festumzug durch Ostlutter an dem rund 33 Feuerwehren und Musikzüge teilnahmen. Über diese Ereignisse des 100-jährigen Jubiläums wird der „Beobachter“ in seiner morgigen Ausgabe auf einer Sonderseite berichten.