10.000 Euro für Kindertagesstätte Rhüden

Spendenübergabe mit Kita-Leiterin Petra Rieger und Bürgermeister Erik Homann (Mitte): die Kuratoriumsmitglieder Annelore Lehrke, Christian Gleye, Rainer Walke und Gerd Lührig.

Lichtblick nach Hochwasserkatastrophe: Großzügige finanzielle Zuwendung von Goslarer Hildegard-Reisdorff-Stiftung

Eine solch großzügige finanzielle Zuwendung gibt es nun wirklich nicht alle Tage: Einen symbolischen Scheck über sage und schreibe 10.000 Euro haben Mitglieder des Kuratoriums der Goslarer Hildegard-Reisdorff-Stiftung gestern Vormittag dem städtischen Kindergarten Rhüden übergeben. Nicht nur für Kindergartenleiterin Petra Rieger und die Kinder, sondern auch für Bürgermeister Erik Homann eine große Freude. Der Verwaltungschef ließ sogar einen Parallel-Termin sausen, um persönlich bei der Übergabe dabei sein zun können. Treffpunkt war die ehemalige katholische St.-Oliver-Kirche in der Maschstraße. Dort werden die Jungen und Mädchen bekanntlich betreut, seit das verheerende jüngste Hochwasser auch im angestammten Kita-Gebäude im Johannisweg gewütet und einen immensen Schaden angerichtet hatte. Wie es hier weitergeht, steht noch in den Sternen. „Derzeit schaut sich ein Gutachter die Schäden genau an, dann sehen wir weiter“, informierte Homann die interessierten Kuratoriumsmitglieder. Auf jeden Fall sei man schon auf der Suche nach einem neuen, sichereren Standort für die Kindertagesstätte. Auch, wenn sich diese Suche mangels vorhandener Fläche nicht einfach gestalte – mit Blick auf die (Hochwasser-)Erfahrungen vergangener Jahre und Jahrzehnte gebe es dazu langfristig keine Alternative. Für die Verantwortlichen der Hildegard-Reisdorff-Stiftung war schnell klar: Hier muss geholfen werden. Zumal der Stiftungszweck kaum besser erfüllt werden könnte. Zurück geht die Stiftung auf Hildegard Elisabeth Reisdorff. 1930 geboren, hat sie in den letzten Jahren ihres Lebens sehr intensiv gemeinnützige und mildtätige Organisationen unterstützt – dabei insbesondere den Schutz von Kindern im Zusammenhang mit Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Unter Einsatz erheblicher eigener Mittel hat sie dort geholfen, wo Hilfe benötigt wurde oder Unterstützung gefragt war. Im Dezember 2008 verstarb sie und stellte ihr gesamtes Vermögen testamentarisch als Stiftungsvermögen zur Verfügung. Daraus entstand die Hildegard-Reisdorff-Stiftung. Nach ihrer Satzung verwirklicht die Stiftung nun seit fast zehn Jahren ihren Auftrag durch die Förderung von Initiativen zur Durchführung allgemeiner Kinder- und Jugendprojekte im Rahmen von Präventionsmaßnahmen, Fürsorge, Erziehung, Integration und Sport. Zudem werden hilfsbedürftige Personen und Einrichtungen unterstützt, wenn Kinder beziehungsweise Jugendliche durch die Förderung begünstigt werden.