23 neue Bus-Scouts in Rhüden begrüßt

Die Bad Gandersheimer Schüler erhielten nach Abschluss ihrer Ausbildung ein Zertifikat.

Schüler sollen Busfahrt zur Schule sicherer machen

Zivilcourage – das Thema ist heutzutage aktueller denn je und muss nach Angaben des Präventionsrates Niedersachsen auch weiterhin gefördert werden. Aktionen in ganz Niedersachsen sollen auf das Thema Zivilcourage dauerhaft aufmerksam machen.

Eine Veranstaltung zu diesem Thema fand kürzlich in Rhüden statt, und zwar mit der Vorstellung der neuen Schüler-Bus-Scouts, die in einer gemeinsamen Aktion vom Zentralverband Verkehrsverbund Südniedersachsen, der Polizei sowie den beiden Bus unternehmen Tappe (Kreiensen) und Pülm (Rhüden) ausgebildet wurden. Die Bad Gandersheimer Schüler – in Seesen gibt es ein Äquivalent leider immer noch nicht – erhielten an diesem Tag auch ihre Zertifikate.
Seit dem Jahr 2008 gibt es das Projekt in Bad Gandersheim. In den Landkreisen Osterode, Northeim und Göttingen nehmen inzwischen flächendeckend fast alle 65 Schulen daran teil. „In den nun sechs Jahren wurden insgesamt mehr als 3.500 Schüler ausgebildet, 1.800 sind davon derzeit noch Schüler“, berichtete Frank Semmelroggen vom Polizeikommissariat Bad Gandersheim.
Angefangen hatte alles in den 90er Jahren in Gelsenkirchen. Dort mussten teils Streifenwagen hinter den Schulbussen herfahren, weil die Gewalt unter den Schülern immer wieder eskalierte. Aus diesem Problem heraus wurden in Gelsenkirchen Busbegleiter ausgebildet. Schüler, die dafür sorgen sollten, dass die Gewaltspirale durchbrochen werden kann. Mit Erfolg!
Das Projekt wurde vielfach imitiert, so auch vom Zweckverband Verkehr Südniedersachsen, der seit einigen Jahren Bus-Scouts gemeinsam mit den Schulen und der Polizei ausbildet. Gemeinsam schulten Frank Semmelroggen sowie Stefan Pülm und Sascha Tappe an insgesamt sechs Tagen. In der Ausbildung lernten die Schüler, sich in Rollenspielen den Themen Gewalt, Körpersprache, Regeln und Zivilcourage zu nähern. Die jungen Leute sollen dafür sorgen, dass auf dem Weg von Schülern zur Bushaltestelle und in den Bussen alles glatt läuft, ohne Gewalt, ohne Schubsen und Drängeln.
Und es scheint zu klappen, berichten sowohl die Schulleiter, als auch die Polizei: „Während es früher auch hier in den Bussen teilweise Schlägereien gab, wurden in den letzten Jahren keine schweren Vorfälle mehr gemeldet.“
In diesem Jahr wurden 23 Schüler zum Bus-Scout ausgebildet:
Oberschule: Donovan-Cornelius Dollery (Ellierode), Janina Flügge-Salzbrenner (Helmscherode), Tessa-Marie Müller (Olxheim), Anna Marlen (Altgandersheim), Tom Weidner (Hachenhausen), Corinna Wiegmann (Clus).
Osterbergschule: Jan Kindler (Kreiensen), Sascha Meinecke (Oldenrode), Dennis Schubert (Düderode).
Roswitha-Gymnasium: Lena Marie Berlitz (Oldershausen), Leon Bohnsack (Heckenbeck), Max Brinkmann (Opperhausen), Alexander Flohr (Kalefeld), Dominik Giese (Echte), Johanna Goslar (Ackenhaus), Carolin Kleiner (Greene), Mathis Ludwig (Einbeck), Jannik Nolte (Echte), Malin Rose (Einbeck/Greene) Frederik Sammler (Kalefeld), Tillman Stenz (Heckenbeck), Tim Stöckemann (Kalefeld), Maybritt Struensee (Kalefeld).