Auf diese Feuerwehr ist Verlass

Der Feuerwehrmusikzug umrahmte die Versammlung musikalisch.
 
Neu gewählt: Stefan Eggerling.

Hinter den Rhüdener Einsatzkräften liegt ein ereignisreiches Jahr 2013

Reibungslos verlief die 138. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rhüden. Im Hotel „Zum Rathaus“ konnte Ortsbrandmeister Timo Hurlemann neben den aktiven, passiven und fördernden Mitgliedern auch einige Gäste willkommen heißen, darunter Helmut Fischer vom Polizeikommissariat Seesen, Thorsten Struß vom Ortsrat Rhüden, Heidegret Schipplick vom DRK Rhüden, den Baubetriebshofleiter Torsten Vollbrecht und den stellvertretenden Stadtbrandmeister Klaus Kiehne.

Wenig später konnte Hurlemann auch noch Uwe Zimmermann als Vertreter der Stadt Seesen in Rhüden willkommen heißen.
In seiner Rückschau sprach der Ortsbrandmeister von einem ereignisreichen Jahr 2013, das die Wehr zeitweise an ihre Belastungsgrenzen gebracht hatte. Hochwasser, Naturereignisse und die Einrichtung der BAB-Baustelle nördlich und südlich von Rhüden forderte die Feuerwehr Rhüden oftmals.
Zahlreiche Veranstaltungen, Feste, Vorträge auf Feuerwehr-Basis haben die Wehr zusätzlich begleitet. Die Renovierung des Feuerwehrhauses wurde trotz der hohen Einsatz- und Ausbildungsanzahl angegangen und zum Abschluss gebracht.
Das Einsatzgeschehen im Berichtsjahr 2013 hat gezeigt, dass die Wehr Rhüden mit der Ausbildung und den ausgearbeiteten Konzepten goldrichtig lagen. Das neue Brandeinsatzkonzept, dass Seminar Absturzsicherung auf Stadtebene aber auch die Ausbildung in der technisch-medizinischen Rettung sowie das Hochwasserkonzept haben bei allen Einsätzen gegriffen.
Die eingerichtete Autobahnbaustelle nördlich und südlich von Rhüden brachte neue Aufgaben. Absicherung und Unterstützung des Rettungsdienstes in der Baustelle ist eine Zusatzaufgabe geworden. Insgesamt wurden 65 Einsätze geleistet.
Timo Hurlemann: „Da war es schon eine Wohltat, wenn unsere Bereitschaft bei Laternenumzügen, dem lebendigen Adventskalender oder Brandsicherheitswachen angefordert und somit erheblich zur Sicherheit unserer Rhüdener Bürger und dem kulturellen Bereich beitragen konnte.“
Auch das jährliche Seifenkistenrennen, ein Sommerfest und die Dankeschön-Party zum Anlass des Hochwassers sowie Sport Events wurden noch in den engen Zeitplan eingearbeitet.

„Wir sind in Niedersachsen in einer Vorreiterfunktion“

Das Hochwasser Ende Mai habe gezeigt, dass die Feuerwehren in Rhüden aber auch die Wehren im Stadtgebiet Seesen ihre Hausaufgaben mehr als gemacht haben.
Hochwasserkonzept, Lehrgänge, Seminare und Zugdienste wurden in den letzten Jahren erarbeitet, und auch durchgeführt, um diese Naturgewalt für die Feuerwehr händelbar zu machen. Das Hochwasser 2013 habe gezeigt, so Hurlemann, dass die harte Arbeit in den letzten Jahren gegriffen hat. „Was das Hochwasserkonzept, aber auch die Weiterbildungen, die Einrichtung einer Einsatzleitung oder die Sandsackfüllmaschine angeht, sind wir in Niedersachsen in einer Vorreiterfunktion. Dieses gibt es in dieser Form nirgends. Darauf können wir stolz sein.“
Man sei natürlich noch lange nicht am Ende, was den Hochwasserschutz an geht, das Rückhaltebecken Bornhausen, kleine Baumaßnahmen im Bereich der Nette beziehungsweise Ahlerbach und mobile Deiche müssen in den nächsten Jahren umgesetzt und angeschafft werden, um den Bürgern noch mehr Schutz gegen Hochwasser zu ermöglichen.
Aber nicht nur die Einwohner im Stadtgebiet Seesen benötigten die Hilfe beim Hochwasser, sondern auch die Anwohner entlang der Elbe in Magdeburg hatte es hart getroffen. Einige Tage nach dem Hochwasser nahm ein großer Sandsacklieferant aus Braunschweig Kontakt zur Wehr Rhüden auf. Von diesem Tag an lieferten die Rhüdener rund 6400 gefüllte Sandsäcke nach Magdeburg. Die letzten Lieferungen gingen an das Schleiufer zu den Familien Weiler und Nielebock, die direkt an der Elbe auf dem ehemaligen Gelände des alten Bahnhofes wohnen. Ein, bei den Verladearbeiten in Rhüden von allen Helfer mit besten Wünschen signierter Sandsack, wurde bei diesen Familien mit abgeladen.
Wenige Wochen später erhielt Timo Hurlemann einen Brief mit Bildern, in dem sich alle Anwohner des Schleiufers bei der Wehr bedankten. Eine Einladung nach Magdeburg in das „Kavalier Scharnhost“ folgte, wo sich die Familien bei den Rhüdenern abermals bedankte. Dieses Engagement, aber auch weitere Einsätze aus 2013 ließ der Ortsbrandmeister noch einmal Revue passieren.
Letztlich zeigte sich, dass die Ortsfeuerwehr Rhüden wieder einmal ganze Arbeit geleistet hat, und dass sich die Rhüdener glücklich schätzen können, eine derart motivierte und bestens ausgebildete Wehr zu haben.
Das würdigten in ihren Grußworten auch Helmut Fischer vom Polizeikommissariat Seesen sowie Jürgen Zimmermann von der Stadt Seesen und der stellvertretende Stadtbrandmeister Klaus Kiehne, der gleichzeitig auch Ortsbrandmeister von Bornhausen ist und die Rhüdener Wehr als einen sehr angenehmen Nachbarn bezeichnete.
Einen großen Raum nahmen schließlich die Ehrungen und Beförderungen ein. In die Feuerwehr als Anwärter aufgenommen wurden Hanke Schellmann, Jan Günther und Jure Kähler, zu Feuerwehrmännern ernannt wurden Daniel Rademacher, Markus Rettstadt und Dominik Behnke, zu Oberfeuerwehrmännern wurden Stefan Zdechlikiewitz, Nils Günther, Tanja Richter und Dennis Fiedler befördert. Gerrit Wall wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert und Cassie Hurlemann zur Oberfeuerwehrfrau.
Schließlich gab es noch die Beförderungen von Maik Lüder zum Löschmeister, von Mike Illers zum Oberlöschmeister und von Christian Mohr zum Brandmeister. Das Niedersächsische Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst ging an Karl-Heinz Müller, das Verbandsabzeichen für 50 Jahre Dienst im Feuerlöschwesen erhielten Franz-Johannes Engelke, Hans-Werner Behnke und Jochen Gutknecht, das Verbandszeichen für 60 Jahre Dienst im Feuerlöschwesen ging an Karl-Jürgen Strube.
Eine Wahl wurde ebenfalls vollzogen. Stefan Eggerling wurde einstimmig zum neuen Sicherheitsbeauftragten gewählt.