Carlsfund und Hermann II sollen verfüllt werden

Schacht „Carlsfund" (Foto aus dem Buch „Kaliwerke“ von Herbert Timm).
 
Schacht „Hermann II" (Foto aus dem Buch „Kaliwerke“ von Herbert Timm).

Aus der jüngsten Sitzung des Rhüdener Ortsrates / Allgemeine Verkehrsschau Revue passieren lassen

Zu seiner letzten Sitzung im „alten Jahr“ kam der Ortsrat Rhüden unter der Leitung von Irene Pülm in der Gaststätte „Alter Kammerkrug“ zusammen. Nachdem der Punkt „Einwohnerfragestunde“ mangels Einwohner schnell abgehakt werden konnte, wurden die Protokolle der Sitzungen vom 24. August und 5. Oktober einstimmig genehmigt.

Rhüden (bo). Zur jüngsten allgemeinen Verkehrsschau sagte Irene Pülm, dass an den Orts­eingängen – soweit noch nicht erfolgt – durch die Stadt Seesen Geschwindigkeitsmessungen zu statistischen Zwecken durchgeführt würden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger, die die Wilhelm-Busch-Straße (K 58) zwischen Sportplatz und Nettebrücke Richtung „Bruchstraße“ überqueren würden, solle an der Brücke eine Schleuse – ein so genanntes „Hamburger Gitter“ – installiert werden. Ferner wurden zu folgenden Besichtigungspunkten folgende Feststellungen getroffen:
•L 466, Ortseingang aus Richtung Lamspringe: 1. Die Einmündung der Straße „Schlör­bachweg“ liegt unmittelbar hinter einer Kurve in der Orts­einfahrt aus Richtung Lamspringe kommend. Das Verbot der Ausfahrt aus dem „Schlörbachweg“ auf die L 466 ist nicht sinnvoll, weil das Stra­ßen­netz in diesem Bereich keine geeignete Parallelstrecke aufweist. – 2. Die Ortstafel an der L 466 ist um 50 Meter ortsauswärts (vor der Linkskurve) zu versetzen.
•Alte Mühlenstraße (K58), Ortsausgang Richtung Königsdahlum: 1. Der Standort der Ortstafel wird nicht verändert. – 2. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts wird – auch nicht zum Schutz des Radverkehrs – für nicht erforderlich gehalten.
•Einmündung „Im Wichmann“ auf die B 243: Bei starkem Verkehrsaufkommen, wie zum Beispiel Umleitungsverkehr von der BAB 7, können Verkehrsteilnehmer aus der Straße „Im Wichmann“ nur unter großen Schwierigkeiten auf die B 243 einbiegen. Eine andere Anbindung an das öffentliche Straßennetz besteht aber derzeit nicht. Während des Ausbaus der BAB 7 ist eine Lösung, zum Beispiel mittels Lichtsignalanlage, für diesen Einmündungsbereich erforderlich.
•B 243, Ortsausgang in Richtung Bornum: Der Standort der Ortstafel am Ortsausgang in Richtung Bornum wird nicht verändert.
• B 82 / L 466 zwischen Autobahnanschlussstelle und Aufmündung auf B 243: 1. An der B 82 in Fahrtrichtung Rhüden, vor der BAB-Anschlussstelle Rhüden, ist das Verkehrszeichen 276 (Überholverbot) entbehrlich. – 2. An der L 466 in Fahrtrichtung Rhüden soll das Verkehrszeichen 282 (Ende sämtlicher Streckenverbote) durch Verkehrszeichen 274-57 (zulässige Höchstgewindigkeit 70 km/h) ersetzt werden.
Der Ortstermin mit Blick auf die Sichtbehinderung durch eine Wegweisertafel an der Aufmündung L 466 auf die B 243 (Hildesheimer Straße) steht noch aus.
Im weiteren Verlauf der Zusammenkunft informierte die Ortsbürgermeisterin den Rat über ein Schreiben des TSV Rhüden, in dem auf die „desolate Filteranlage“ im Freibad verwiesen und die Unterstützung des Ortsrates erbeten worden sei. In diesem Zusammenhang teilte die Plenumsvorsitzende mit, dass der Rat der Stadt bereits 80000 Euro für die Erneuerung der Filteranlage in den Haushalt 2011 eingestellt habe.
Unter „Verschiedenes“ merkte Irene Pülm an, dass im letzten Quartal sieben Neugeborene ein Begrüßungspräsent erhalten hätten. Im laufenden Jahr wolle man wieder bei den Lammetalwerkstätten Lamspringe Präsente ordern.
Friedel Henne teilte mit, er habe anlässlich der Netteverbandtagung erfahren, dass in Absprache mit der Stadt Seesen geplant sei, im Frühjahr eine Anlage an der Hildesheimer Straße zu bauen, mit der der alte und der neue Ahlerbach „gesteuert“ werden solle. Dieses Projekt sei eine Hochwasserschutzmaßnahme. H. Sander kritisierte, dass es bei Verstärkung des Zuflusses aus dem alten Ahlerbach in der Bruchstraße „aus dem Gully drücke“. Wenn mehr Wasser zugeführt werde, würden in der Bruchstraße noch mehr Probleme Platz greifen.
Der Ortsrat bittet die Verwaltung um Informationen darüber, ob und welche Maßnahmen geplant seien. Zudem müssten die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen einbezogen werden.
Irene Pülm kündigte ab­schließend an, dass die Schächte „Carlsfund“ und „Hermann II“ verfüllt werden sollen. H. Sellbach („Kali und Salz“) werde in einer der nächsten Ortsratssitzungen ausführlich dazu Rede und Antwort stehen.