„Das Jahr 2010 war ein Jahr großer Erfolge.“

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter den jungen Brandschützern. (Foto: Koch)
 
Die Zeit von Thoma Halmanseder in der Jugendwehr ist vorbei. Er wurde in Freiwillige Feuerwehr aufgenommen. (Foto: Koch)

Jugendfeuerwehr Rhüden (mit Mechtshausen) zog positive Bilanz

Am vergangenen Sonnabend hatte der Leiter der Jugendfeuerwehr Rhüden – Magnus Hirschfeld – die 18 Jugendlichen zur Mitgliederversammlung 2010 in das Rhüdener Martin-Luther-Haus eingeladen. Mit dabei: auch die Eltern der Jugendlichen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde neben der Abhandlung der üblichen Regularien auch die recht ansehnliche Liste der diesjährigen Erfolge ins rechte (Blau-) Licht gerückt.

Rhüden (JK). Zunächst konnte Magnus Hirschfeld neben der Ortsbürgermeisterin Irene Pülm und vom Ortsrat Mechtshausen Rolf Mild herzlich willkommen heißen. Auch Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke sowie der Stadt-Jugendfeuerwehrwart Christian Sue sowie der stellvertretende Ortsbrandmeister der Rhüdener Wehr Oliver Rose waren pünktlich zur Stelle. Auch die Fachbereichsleiterin Kathrin Walter, der stellvertretende Leiter der Jugendfeuerwehr Bernd Seiffert sowie die Betreuer der Jugendfeuerwehr (Sven Kasten, Johannes Neumann, Nils Günther und Stefanie Hirschfeld) waren anwesend.
Im vergangenen Jahr kamen die Kameraden auf 7460 Dienststunden. Bei Jugendlichen ist es natürlich selbstverständlich, dass auch gemeinsame Freizeitaktivitäten zu den Einsatzstunden hinzugerechnet werden.
Aber natürlich bildete die fachliche Ausbildung den größten Anteil. So wurden die Jugendlichen nach den Maßgaben der neuen „Feuerwehr-Dienst-Verordnung 3“ (insbesondere Umgang mit besonderen Gefahren) intensiv geschult und erhielten grundsolide Kenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe. Schließlich nahmen sie an einem 24-Stunden-Dienst teil, der sie bis an die Grenzen eigener Leistungsfähigkeit heranführte.
Als nächstes standen Wahlen auf der Tagesordnung. Gruppenführer wurde Lukas Neumann, Truppenführerin ist künftig Saskia Beyes, Jan Himmler fungiert als neuer Jugendsprecher, sein Stellvertreter heißt Sebastian Wolf. Philipp Hoß wird künftig alle Ereignisse als neuer Schriftwart ordentlich zu Papier bringen.
„Das Jahr 2010 war“, so Hirschfeld „ein sehr erfolgreiches und emotionales Jahr“. Im Januar veranstaltete man eine Trecker-Schlitten-Fahrt. Im März stand ein erster Hochwasser-Einsatz auf dem Veranstaltungszettel. Der Umwelttag im April, der in Kooperation mit dem „Mc Donalds-Team“ veranstaltet wurde, war ein weiterer Höhepunkt.
Anfang Juli nahmen sie am Bundeswettbewerb auf Kreisebene teil. Unter den 22 untereinander konkurrierenden Gruppen schafften sie den Tritt aufs Treppchen: Platz 2, und damit die Silbermedaille, war der krönende Abschluss der schwierigen Parade. Am 20. Juni fand der Bundeswettbewerb auf Bezirks-Ebene statt. Auch hier gelang ein Kanter-Sieg. Sie holten den 4. Platz und sicherten sich damit das beste Ergebnis, das bisher für den Landkreis Goslar überhaupt erzielt werden konnte. Das Stadt-Zeltlager im Juli bot ausreichend Freizeit und Erholung.
Im Oktober reiste eine Abordnung zur Leistungs-Spangen-Abnahme nach Delmenhorst. Dort durften Lukas Neumann, Thomas Halmanseder, Sebastian Wolf, Jan Himmler und Yannik Bosse stellvertretend für die Erfolgsgekrönten dann noch die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr abräumen.
Magnus Hirschfeld bedankte sich ob dieser ganzen Erfolge an erster Stelle bei den Eltern. Doch auch der Gesamtgruppe (hier: die Feuerwehren von Mechtshausen und Rhüden) gebühre Dank.
In der weiteren Folge nahm Magnus Hirschfeld eine aus seiner Sicht etwas schmerzliche Amtshandlung vor. Er musste nämlich einen Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr entlassen! Dies aber nicht, weil der Aspirant – Thomas Halmanseder aus Mechtshausen – sich eines groben Vergehens schuldig gemacht hatte, sondern er seinen 16. Geburtstag gefeiert hatte. Ab diesem Alter nämlich besteht die Möglichkeit, in den aktiven Dienst der Wehr übernommen zu werden. Sichtlich stolz nahm Thomas Halmanseder die Beförderung zum Mitglied der Aktiven von Mechtshausen entgegen. Thomas Halmanseder ist übrigens seit dem Jahr 2005 Mitglied der Jugendfeuerwehr.
Die Jugendfeuerwehr lebt unter anderem davon, dass sie beständig Nachwuchs hat. Der große Vorzug, den die Arbeit der Feuerwehren mit Jugendlichen hat, liegt klar auf der Hand: Eltern, die ihre Töchter und Söhne in die Obhut der Wehren geben, können dies getrost und sorglos tun. Denn die Jugendlichen werden nach absolvierten Diensten persönlich zu Hause abgeliefert.